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Fußgängerzone um den St. Johanner Markt soll erweitert werden

Foto-Quelle: Landeshauptstadt Saarbrücken

Saarbrücken. Die Landeshauptstadt möchte die Fußgängerzone um den St. Johanner Markt deutlich erweitern. Fünf Straßen im Bereich des historischen Altstadtrings von St. Johann sollen dazu für den Durchfahrtsverkehr gesperrt werden. Die Fläche der Fußgängerzone würde sich von heute 16.000 Quadratmetern um 9.000 Quadratmeter auf 25.000 Quadratmeter vergrößern.

Saarbrückens Oberbürgermeister Uwe Conradt: „Wir wollen, dass der Aufenthalt am und um den Markt noch angenehmer für die Menschen wird. Sie sollen sich in unserer historischen Altstadt auf einer größeren Fläche frei bewegen und das Angebot unserer Gastronomen und Händler noch ungestörter genießen können. Deshalb ist unser Plan, die Obertor-, Faß-, Türken- und Katholisch-Kirch-Straße für den Durchfahrtsverkehr zu sperren und die bestehenden Parkplätze den Fußgängern zur Verfügung zu stellen.“ Die Obertorstraße soll dafür an der heutigen Kreuzung zur Bleich- und Mainzer Straße geschlossen, die anderen Straßen sollen mit absenkbaren elektrischen Pollern abgesperrt werden. Der Anlieferverkehr wird weiter möglich sein. Die neu geschaffenen Flächen sollen aufgeräumt werden, indem unter anderem die Begrenzungspoller abgebaut werden. Und sie sollen gestalterisch aufgewertet werden, etwa durch neues Stadtmobiliar.

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Darüber hinaus soll auch die Fürstenstraße hinter der Zufahrt zum Parkhaus dem Verkehr entzogen und mit einem neuen Belag gestaltet werden. Ob und in welchen weiteren Bereichen der Belag der neu geschaffenen Fußgängerzone neu gestaltet wird, wird sich im Zuge der weiteren Planungen herausstellen.

Um das Vorhaben umsetzen zu können, muss der Bebauungsplan (B-Plan) für die Flächen geändert werden. Uwe Conradt: „Zu Beginn des kommenden Jahres wollen wir das Änderungsverfahren in den Stadtrat einbringen, der letztendlich über das Vorhaben entscheidet. Eine erste Information über die Grundzüge der Planungen ist kommende Woche im Verkehrsausschuss vorgesehen. Im Zuge des B-Plan-Verfahrens werden wir die Bürgerinnen und Bürger beteiligen. Wir werden Infoveranstaltungen durchführen. Und wir werden mit den betroffenen Anwohnerinnen und Anwohnern, den Gewerbetreibenden, Taxi-Unternehmen und sonstigen Anliegern sprechen, um Lösungen für wegfallende Parkplätze und Zufahrtswege zu finden.“ Ob die Info-Veranstaltungen als Präsenz-Termine oder als digitale Formate stattfinden können, hänge von der weiteren Entwicklung des Infektionsgeschehens ab.

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2021 werde im Zeichen der Planungen sowie der politischen und öffentlichen Diskussion stehen. Am Ende dieses Prozesses stehe dann auch eine verlässliche Kostenkalkulation. „2022 wollen wir die neue Fußgängerzone dann einrichten“, erklärte der Oberbürgermeister abschließend.