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Zahl der Postbriefkästen sinkt, die Unzufriedenheit wächst

Symbolfoto

Saarbrücken. In den letzten zehn Jahren ging die Zahl der Postbriefkästen im Saarland um mehr als 4,5 Prozent zurück. Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Markus Tressel hatte hierzu bei der Bundesregierung angefragt. Gleichzeitig wächst auch die Zahl derer, die mit den Dienstleistungen der Post unzufrieden sind und sich beschweren.

Während es vor zehn Jahren noch saarlandweit 1253 Postbriefkästen waren ist die Zahl inzwischen auf 1196 gefallen. Prozentual gesehen sind damit fast doppelt so viele Postbriefkästen abgeschafft worden als im Bundesdurchschnitt, der bei einem Minus von knapp 2,7 Prozent liegt. Mit einem Rückgang von 7,65 Prozent trifft dieser Rückgang insbesondere den Landkreis Merzig-Wadern. Im Landkreis St. Wendel wurden hingegen überhaupt keine Postbriefkästen abgeschafft.

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Auch die Unzufriedenheit der Saarländerinnen und Saarländer mit den Dienstleistungen der Post wächst. 2014 beschwerten sich im gesamten Jahr nur zehn Menschen aus dem Saarland wegen den Postdienstleistungen, im ersten Halbjahr 2020 waren es schon 93. Damit wurde bereits in den ersten sechs Monaten fast die Zahl an Beschwerden über das komplette Jahr 2019 erreicht. Auch bundesweit lässt sich ein deutlicher Anstieg der Beschwerden über die Dienstleistungen der Post feststellen. Im Jahr 2014 gab es bundesweit 1950 Beschwerden, im ersten Halbjahr von 2020 waren es aber bereits mehr als 10.000.

Der saarländische Grünen-Chef Tressel sieht einen Zusammenhang zwischen dem Rückgang an Postbriefkästen und der steigenden Zahl an Beschwerden. Gleichzeitig die Preise anzuheben, den Service für die Kunden jedoch zurückfahren sieht der Bundestagsabgeordnete als falsch an. Er vermutet, dass die Beschwerden hauptsächlich durch fehlende Montagszustellungen, lange Lieferzeiten und die sinkende Zahl an Postbriefkästen mit einer Leerung am Nachmittag zu erklären ist.

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