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Gross zieht vor Gericht den Kürzeren

Symbolfoto

Saarbrücken. Die St. Ingberter Baufirma Peter Gross im Eilverfahren gegen den Stadionmanager und GIU-Chef Martin Welker eine Niederlage. Deutlich wurde dies am Montag bei der Verhandlung über die von Gross gegen Welker erhobene Unterlassungsklage vor dem Landgericht Saarbrücken.

Ziel der Firma Peter Gross ist es, unter Androhung eines Ordnungsgelds von 250.000 Euro Welker Äußerungen zu untersagen, die angebliche Baumängel und Ungereimtheiten beim Bau des Saarbrücker Ludwigsparkstadions enthalten.

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Die 16. Zivilkammer wollte dem schon seit Wochen bestehenden Streit zwischen Gross und Welker ein Ende setzten und schlug den zwei Parteien einen Vergleich vor. Sie sollten zukünftig auf gegenseitige öffentliche Anfeindungen verzichten und den Streit nicht in den Medien, sondern gerichtlich austragen.

Gross begrüßte diesen Vorschlag, Jurist Welker, der sich vor Gericht selbst vertrat, blieb allerdings stur, lehnte den Vergleichsvorschlag ab und dürfte dabei gute Karten haben. Gross hatte Welker letztlich Geschäftsschädigung vorgeworfen und auf dessen Äußerungen vor Medienvertretern verwiesen, wonach Gross angeblich mangelhafte Leistungen erbracht haben soll.

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Nach andeutungen des Gerichts, wolle es diese und andere Äußerungen Welker durchgehen lassen, da es keine Tatsachenbehauptungen, sondern Meinungsäußerungen seien. Laut der 16. Zivilkammer, sei die Unterlassungsklage von Gross deshalb wenig erfolgsversprechend. Am kommenden Montag trifft das Gericht seine Entscheidung.