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Saarländische Armutskonferenz: Energieversorger sollen auf Stromsperren verzichten

Symbolfoto

Saarbrücken. Die Saarländische Armutskonferenz (SAK) fordert von den Energieversorgern und den Netzbetreibern
auf Stromsperren, die Leib und Leben von Menschen massiv gefährden, umgehend zu verzichten.

Nach wie vor werden durch Stromsperren tausenden saarländischer Bürgerinnen und Bürgern elementare Lebensgrundlagen entzogen, so SAK-Vorsitzender Wolfgang Edlinger. Sie werden lebensbedrohlichen Zuständen ausgesetzt.

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Im Jahre 2019 wurden, so die Armutskonferenz, im Saarland 3092 Stromsperren verhängt, 99233 Haushalten wurden Stromsperren angedroht. Die damit verbundenen Gebühren und Verwaltungskosten, die allein von den Kunden zu zahlen waren, beliefen sich auf über 2 Millionen Euro. 

Nach Einschätzung der Saarländischen Armutskonferenz hat sich durch die coronabedingten Einschränkungen besonders bei Menschen im Niedriglohnsektor die Situation finanziell und gesundheitlich massiv verschlechtert. 

Stromsperren, so die Armutskonferenz, bedeuten den Verlust unverzichtbarer Grundlagen wie Nahrungszubereitung, Licht, Kommunikation und gegebenenfalls den Verlust einer beheizten Wohnung in der kalten Jahreszeit.

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Die Saarländische Armutskonferenz richtet an Politik und Verantwortliche den dringenden Appell, mit dem sofortigen Stopp von Stromsperren die dramatische Lebenssituation von Bürgerinnen und Bürgern wahrzunehmen und die damit verbundenen Gefahren abzuwehren. Ein Stopp von Stromsperren zur Armutsbekämpfung eröffne zudem die Chance, die vom Aktionsplan zur Armutsbekämpfung in die Wege geleiteten Maßnahmen zur Verhinderung von Stromsperren zeitnah und wirkungsvoll umzusetzen.