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Bildungsministerium empfiehlt nicht mehr ganze Klassen in Quarantäne zu schicken

Nur noch Kontaktpersonen

Symbolfoto

Saarbrücken. Die Quarantäneregelungen in den saarländischen Schulen soll sich bald ändern. Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot und die Landräte der einzelnen Kreise haben sich darauf verständigt künftig nur noch direkte Kontaktpersonen und nicht mehr ganze Klassen in eine häusliche Quarantäne zu schicken.

Mit aktuell rund 4.000 Schülern und 500 Lehrkräften sind die Schulen im Saarland stark durch die derzeitigen Quarantäneregelungen unter Druck gesetzt. Um möglichst vielen Kindern den Präsenzunterricht zu ermöglichen hatten in der vergangenen Woche bereits mehrere Landräte eine Änderung der geltenden Quarantänevorgaben an den Schulen gefordert. Nun konnte eine Lösung gefunden werden.

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Demnach soll bald gelten: Wenn der Musterhygieneplan in der jeweiligen Schule strikt eingehalten worden sein, muss nicht mehr die ganze Klasse bei einem Corona-Fall in Quarantäne, nur noch die direkten Kontaktpersonen. Dabei handelt es sich jedoch nur um eine Empfehlung, Betroffene haben keinen Rechtsanspruch. Die Entscheidungsgewalt obliegt letztlich den Gesundheitsämtern.

Diese Gesundheitsämter sollen künftig auch allein für die Quarantäneregelungen für die Schulen in ihrem Landkreis zuständig sein. Derzeit entscheidet bei Lehrern, die in einem anderen Landkreis wohnhaft sind als ihre Schule, das Gesundheitsamt des Landkreises in dem sie gemeldet sind.

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Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot hob die Bedeutung dieser landesweit einheitlichen Linie zur Entlastung der Gesundheitsämter hervor. Durch die bestehenden Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen an den saarländischen Schulen seien jetzt die Voraussetzungen geschaffen, um die Verantwortung für die Quarantäne-Anordnungen in die Hände der Gesundheitsämter zu geben. Diese könnten differenziert die Lage abschätzen um möglichst wenige Personen in Quarantäne zu schicken.