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Überschuldungsquote im Saarland steigt: jeder 9. ist betroffen

Symbolfoto

Saarland. Seit Jahren gibt es im Saarland mehr überschuldete Menschen als im Bundesschnitt und die Überschuldungsquote im Saarland ist leicht gestiegen. Stabil blieb die Anzahl der Menschen, die ihre Rechnungen nicht mehr begleichen können, ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung stieg aber um 0,1 Prozentpunkte auf 11,60 Prozent an.

Rund 100.000 Saarländer über 18 Jahren haben kein Vermögen und können ihre Rechnungen und Kredite nicht mehr zahlen, das ging aus dem Schuldneratlas der Creditreform hervor, der am Dienstag vorgestellt wurde. Somit gilt momentan jeder Neunte als überschuldet. Laut dem Geschäftsführer der Creditreform Uthoff, sei der Grund dafür die schwierigen Wirtschaftslage im Saarland. Schon 2019 wurde es beispielsweise in der Autoindustrie kritisch – durch die Corona-Pandemie hätte sich diese Situation noch verschlimmert.

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Das Ergebnis der Creditreform spiegelt aber insgesamt gesehen die Folgen des ersten Lockdowns nur teilweise wieder. In den kommenden sechs bis neun Monaten soll es noch einem deutlichen Anstieg der Überschuldung geben, damit rechnet jedenfalls die Creditreform.

Auffällig war die Abnahme der Überschuldung von jungen Menschen, problematisch wird auf der anderen Seite die Überschuldung von Menschen über 60. Auf regionaler Ebene sind im Saarland besonders die Stadt Neunkirchen und der Regionalverband Saarbrücken betroffen. Hierbei in Saarbrücken-Malstatt gilt sogar jeder Dritte über 18 Jahre als überschuldet. Auf Bundesebene gilt Saarbrücken als die Landeshauptstadt mit den meisten überschuldeten Einwohnern.

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