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Saarbrücken: Landeshauptstadt will Entwicklungsplan zur Digitalisierung auf den Weg bringen

bessere Platzierung beim Smart City Index

Symbolfoto

Saarbrücken. Die Landeshauptstadt Saarbrücken will einen Entwicklungsplan zur Digitalisierung auf den Weg bringen. Am Ende des Vorhabens soll der sogenannte „Smart City Entwicklungsplan 2030“ (SCEP) stehen.

Tobias Raab, Dezernent für Wirtschaft, Soziales und Digitalisierung: „Wir sind in Sachen Digitalisierung in Saarbrücken auf einem guten Weg. Das zeigt unter anderem unsere Platzierung beim diesjährigen ‚Smart City Index‛, der einen Überblick darüber gibt, wie digital deutsche Städte sind. Hier haben wir uns um 15 Plätze auf Platz 55 von insgesamt 81 untersuchten Städten verbessert. Derzeit schöpfen wir vorhandenes Potenzial allerdings noch lange nicht aus. An dieser Stelle setzt der ‚Smart City Entwicklungsplan 2030‛ an, der Saarbrücken fit für die digitale Zukunft machen soll.“

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Chancen der Digitalisierung nutzen

Der Entwicklungsplan zielt darauf ab, durch Digitalisierung die ökonomischen, ökologischen und sozialen Aspekte des Saarbrücker Stadtlebens zu verbessern. Innerhalb der Verwaltung hilft Digitalisierung dabei, Fachwissen unterschiedlicher Organisationseinheiten stärker zu bündeln, digitale Projekte der Stadtverwaltung aus einem Guss zu fördern sowie IT-Ausstattung, digitale Abläufe in der Verwaltung und die konkrete Umsetzung von Smart City-Projekten optimal aufeinander abzustimmen. Eine Vernetzung mit der Stadtgesellschaft kann darüber hinaus dazu beitragen, Wissen zusammenzuführen – im besten Fall aus der gesamten Großregion. Als konkrete Beispiele für den Nutzen der Digitalisierung können digitale Genehmigungsverfahren, mehr barrierefreie Angebote, aber auch konkrete Projekte wie ein intelligentes Parkleitsystem oder smarte Sensorik bei Mülltonnen genannt werden.

Schritt für Schritt zum neuen Entwicklungsplan

Im Ausschuss für das Hauptdezernat, Wirtschaft und Digitalisierung wurden die Pläne zur Erstellung des SCEP Ende Oktober vorgestellt. Zunächst wird eine Bestandsaufnahme innerhalb der Verwaltung durchgeführt. So soll ein genaueres Bild davon entstehen, wie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktuell mit dem Thema Digitalisierung befasst sind, auf welchem Stand die IT-Ausstattung ist, welche IT-Maßnahmen und smarte Projekte es zurzeit schon gibt. Im Anschluss sollen die Leitlinien, Prioritäten und Ziele des Entwicklungsplans herausgearbeitet werden. Zuletzt geht es darum, dass die Fachämter konkrete Digitalisierungsmaßnahmen und smarte Projekte benennen.

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Beteiligung der Stadtgesellschaft

Bei der Erstellung des SCEP wird die Beteiligung der Stadtgesellschaft eine große Rolle spielen. Das Fachwissen von Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen, Hochschulen, Fachinstituten und allen weiteren Interessierten soll in den Entwicklungsplan mit einfließen. Den geeigneten Rahmen dazu könnten unterschiedliche Beteiligungsformate wie Ortsbegehungen, Online-Umfragen oder Stadtlabore bieten. Tobias Raab: „Wir haben ein enormes Knowhow auf dem Gebiet der Digitalisierung, nicht nur im Umfeld der Universität, sondern auch in der Unternehmerschaft, in Kreativräumen und bei sonstigen Experten. Durch das transparente Verfahren können die Mitglieder unserer Stadtgesellschaft eigene Ideen einbringen, miteinander diskutieren, aber auch Einblick in die Vorschläge der städtischen Ämter und Eigenbetriebe für den Entwicklungsplan erhalten und dazu Stellung nehmen.“