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Mettlacher Sektenpfarrer muss für vier Jahre ins Gefängnis

Missbrauchsskandal

Symbolfoto

Saarbrücken/Mettlach. Der ehemalige Jugendpfarrer der Mettlacher „Gemeinde ohne Mauern“ wurde wegen sexuellen Missbrauchs vom Landgericht Saarbrücken schuldig gesprochen. Ihn erwartet nun eine vierjährige Haftstrafe.

Ihm wurden 52 Fälle des sexuellen Missbrauchs an zwei Mädchen aus der Gemeinde vorgeworfen. Die Taten sollen sich zwischen 2013 und 2018 im Haus des Pfarrers stattgefunden haben. Er war in der sektenähnlichen „Gemeinde ohne Mauern“ unter anderem für die sexuelle Aufklärung der beiden jungen Frauen zuständig gewesen. Sie waren damals zwischen 15 und 18 Jahre alt.

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Am Donnerstag fällt das Gericht nun das Urteil: Vier Jahre Haft. Der ehemalige Jugendpfarrer habe sich als „Handschuh Gottes“ gesehen und den Missbrauch als eine Art „Heilung“ bewertet. Laut den Richtern sei dies jedoch nur ein Vorwand zur Auslebung seiner sexuellen Neigungen gewesen.

Weiterhin habe er seine Stellung in der Gemeinde sowie die Abhängigkeit der beiden Opfer ausgenutzt, um den Missbrauch zu ermöglichen. Die beiden jungen Frauen mussten den Pfarrer per Hand, oral, als auch anal befriedigen.

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