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Corona-Maßnahmen schützen auch vor anderen Infektionskrankheiten

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Saarland. Trotz der starken Ausbreitung des Coronavirus, verzeichnet diese Herbst- und Wintersaison bisher wenig überraschend kaum Grippefälle. Generell wurden das gesamte Jahr über im Vergleich zum Vorjahr wesentlich weniger Infektionskrankheiten beim Robert-Koch-Institut (RKI) erfasst.

Die verstärkten Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Viren scheinen logischerweise auch die Verbreitung anderer Infektionskrankheiten auszubremsen. Das ging aus den Daten des Robert-Koch-Institutsv hervor, das jahrelang regelmäßig Daten zu meldepflichtigen Infektionskrankheiten in den Bundesländern veröffentlicht.

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Es zeigte sich, dass die Fallzahlen der am häufigsten auftretenden Infektionen, wie beispielsweise Windpocken, Rota- oder Noroviren, erheblich unter den Werten des Vorjahres liegen. Die Hepatitis- und Tuberkulose-Infektionen liegen zwar etwas über dem Wert von 2019, dafür waren hier die Fallzahlen vergleichsweise niedrig und auch im bundesweiten Vergleich ein Rückgang zu erkennen.

Die saisonalen Grippe-Viren (Influenza) sind zu dieser Jahreszeiten noch nicht präsent, deren Höhepunkt tritt nach in der Regel erst im Frühjahr auf. Wie der Verlauf der Influenza ausschlägt, wird sich dann in ein paar Monaten zeigen.

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Das Uniklinikum Homburg führt schon seit vier Jahren bei stationären Patienten, die Erkältungssymptome zeigen, Labortests durch. Die dabei entnommenen Proben werden mittels „Multiplex-Methode“ auf alle gängigen Erkältungsviren untersucht. Die häufigsten Ergebnisse der letzten Wochen waren Sars-Cov-2- und Rhinoviren, das zeigte das Virusbarometer der Homburger Virologie. Die bei Menschen am meisten vorkommenden Viren, sind die vor allem für Erkältungen verantwortlichen Rhinoviren. Influenza-Nachweise gab es an der Uniklinik in den vergangenen Wochen erwartungsgemäß noch nicht.

Daten der Krankenkassen zu Krankschreibungen zeigen ebenfalls, dass Hygiene- und Abstandsregeln sich nicht nur gegen Corona lohnen, sondern auch andere Erkältungskrankheiten fernhalten.

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Laut Barmer schrieben sich Anfang Oktober von ihren Versicherten ein Drittel weniger wegen Atemwegserkrankungen krank als im Jahr zuvor. Barmer-Landesgeschäftsführerin Dunja Kleis teilte dazu mit, dass dies nicht zuletzt auf die unterschiedlichen Witterungsbedingungen, sondern auch auf die Einhaltung der AHA-Regeln zurückzuführen sei.

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