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„Aktion Künstler-Kollekte“ – Gottesdienst in Friedrichsthal zur Unterstützung der regionalen Kunstszene

Foto: Zippo Zimmermann, designladen.com

Die erneut verstärkten Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie bedrohen vor allem die Künstlerinnen und Künstler und die Veranstaltungsbranche im Saarland und überall anderswo existenziell. Mit der Pfarrgemeinde Friedrichsthal, dem PopRat Saarland – Verband für Pop- und Eventkultur e.V. und dem POPSCENE Magazin haben sich nun drei Partner zu einer außergewöhnlichen Kooperation zusammengeschlossen, sowohl um auf die Not der besonders betroffenen Branchen hinzuweisen, als auch um möglicherweise über Friedrichsthal hinaus ein Verdienstfeld für die in der Pandemie Not leidenden Künstlerinnen und Künstler zu eröffnen.

Am Sonntag, 8. November, 10.00 Uhr, wird es in der Kirche St. Michael, in der Hüttenstraße 2, in Friedrichsthal, einen besonderen Gottesdienst geben. Nach einer kurzen Predigt von Pfarrer Clemens Grünebach, der auch dort auf die schwierige Situation der Kreativschaffenden in der Pandemiezeit eingehen wird, wird es live dargebotene Songs der Saarbrücker Musikerin, Singer/Songwriterin und PopRätin Annika Jonsson geben. Im Gegenzug für ihre Kreativleistung erhält Jonsson die Kollekte des Gottesdienstes.

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Hinter dem Friedrichsthaler Gottesdienst steckt der Versuch, durch dieses dann hoffentlich positive Beispiel noch mehr Pfarrgemeinden im Dekanat, ja womöglich sogar im gesamten Bistum zur Öffnung ihrer Gottesdienste für Künstlerinnen und Künstler aller Art (Musikerinnen, Zauberer, Pantomime, Schauspielerinnen etc) zu bewegen, die dann gegen Erhalt der im Gottesdienst gesammelten Kollekte auftreten dürfen.

Die Idee für die „Aktion Künstler-Kollekte“ stammt von Pfarrer Grünebach und PopRätin Sarah Engels, die im kirchlichen Bereich tätig ist. Pfarrer Clemens Grünebach leitet den Gottesdienst am Sonntagmorgen natürlich selbst: “Für mich hat Kirche schon immer auch einen kulturellen Auftrag. Unser Glaube findet schon immer und durch die ganze Kirchengeschichte hindurch kreative Ausdrucksformen. Durch die grundgesetzlich verankerte Religionsfreiheit haben wir auch eine besondere Verantwortung.”

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Der Vorsitzender des PopRates Saarland, Peter Meyer, sagte: “Wir sind von der Anfrage sehr positiv überrascht. Wir sehen hier eine gute Möglichkeit, auf die existenzielle Notlage der Kultur- und Kreativschaffenden hinzuweisen und um Solidarität und Unterstützung zu bitten. Außerdem hoffen wir, dass das Friedrichsthaler `Aktion Künstler-Kollekte´-Projekt regional und überregional Schule macht und so den Künstlern dringend nötige Einnahmen beschert. Hier wird kirchliche Unterstützung auf eine ganz neue Art erfahrbar. Wichtig ist uns auch zu zeigen: die Auftritte unserer Künstlerinnen und Künstler sind etwas wert! Deshalb ist die Kollekte als Gegenleistung für die drei dargebotenen Songs oder die Zehn-Minuten-Performance einer Zauberin oder eines Schauspielers oder ähnliches eine wichtige Entlohnung ihrer kreativen Spitzen-Leistung und zugleich Unterstützung in einer extrem schwierigen, weil komplett einnahmelosen Zeit.”

Und Markus Brixius, der Herausgeber des „POPSCENE Magazins“, welches das Projekt unterstützt, ergänzt „In der Krise rücken die Menschen zusammen, sagt man. Welcher Ort könnte dafür geeigneter sein, als eine Kirche? Welche Sprache könnte dafür besser geeignet sein, als die der Musik und der Kultur? Gerne setzen wir mit unseren Medien gemeinsam mit unseren Partnern bei diesem Projekt und der Gemeinde aus Friedrichsthal dieses Zeichen des Lichts in einer Zeit die aktuell sehr von Dunkelheit geprägt ist.”

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Wer am Gottesdienst teilnehmen will, muss sich coronabedingt bis spätestens Freitag, 6. November, 10.00 Uhr, unter Telefon: 06897-8208 im Pfarrbüro St. Michael zur Messe anmelden.

Die Künstlerin: Annika Jonsson

Bewaffnet mit Keyboard, Synthie und ihrer Stimme mit Harmonizer und Vocoder macht Annika Jonnson sich auf, die Welt zum Klingen zu bringen. Ihre Songs sind auf Deutsch, Schwedisch und Englisch, handeln von Trollen, Elfen, Aliens und Menschen. Am liebsten erzählt sie Unsinn zwischen den Songs.

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Der PopRat Saarland – Verband für Pop- und Eventkultur e.V.

Der PopRat Saarland ist ein Zusammenschluss von Popkultur-Akteuren aller Popkulturgenres, Veranstaltern und Akteuren der Veranstaltungswirtschaft, die aus dem Saarland und für das Saarland Pop- und Eventkultur-Arbeit auf nationalem und internationalem Niveau leisten und sich die Vernetzung und Förderung der saarländischen Pop- und Eventkulturszene auf die Fahnen geschrieben haben. Der PopRat zelebriert alle Facetten der Pop- und Eventkulturkultur, nicht nur das Thema Musik.

Er hat anlässlich seiner Gründung mit dem „Home of Pop“ ein 120-seitiges Konzept zur strategischen Förderung der Pop- und Eventkultur im Saarland vorgelegt. In ihm organisieren und engagieren sich derzeit insgesamt rund 200 Mitglieder, darunter namhafte Musiker (Bands, Acts und DJs), Künstler, Verleger, Autoren, Produzenten, Konzertveranstalter, Galeristen, Musikjournalisten, Agenturchefs, Labelchefs, Studiobesitzer, Clubinhaber, Gastronomen, Gamer, Filmemacher, Designer, Fotografen, Radiomacher, Phantasten, Tänzer, Modemacher, Akteure der saarländischen Veranstaltungswirtschaft (Sound- und Lichttechniker, Security-Firmen, Caterer etc) und mehr.

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Der PopRat Saarland ist der Interessenvertreter der Popkultur- und Kreativ- sowie Veranstalterwirtschaft im Saarland. Der PopRat hat unter anderem das erfolgreiche Festival „Pictures of Pop – Fotografie in der Popkultur“ mit weit über 40 Ausstellungen konzipiert und durchgeführt. Infos: poprat-saarland.de