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SPD-Fraktion will die Saar-Gesundheitsämter stärken

Mehr Personal

Quelle: Soenke Rahn (CC BY-SA 4.0)

Saarbrücken. Seit Beginn der Pandemie leisten die Gesundheitsämter im Saarland allein schon mit der Kontaktnachverfolgung einen unersetzlichen Teil in der Bekämpfung der Corona-Pandemie. Um diese zu stärken hat die SPD-Fraktion im saarländischen Landtag nun fünf Forderungen vorgestellt. Dabei geht es im Kern vor allem um eins: Mehr Personal.

Durch das zuspitzende Infektionsgeschehen stoßen die Gesundheitsämter bereits jetzt an ihre Grenzen, weshalb sie unter anderem bereits Hilfe durch Soldaten der Bundeswehr erhalten. Die Sozialdemokraten fordern nun eine deutliche Erhöhung des Personals in den Gesundheitsämtern von bisher fünf Vollzeitkräften pro 20.000 Einwohnern auf mindestens 20.

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Um dieses Personalziel zu erreichen könnten beispielsweise in den Callcentern Personen entsprechend geschult werden oder Beamte, die sich bereits im Ruhestand befinden, wieder zurückgeholt werden. Die Frage, wie die Gesundheitsämter durch eine zweite Corona-Welle kommen, sei laut Ulrich Commerçon bereits im Sommer ausgiebig im Parlament besprochen worden. Er habe erwartet, dass entsprechende Maßnahmen auch tatsächlich auf den Weg gebracht worden wären.

Die CDU-Fraktion reagiert eher ausweichend auf die Kritik vom Koalitionspartner. Laut dem CDU-Fraktionsvorsitzenden im Saar-Landtag, Alexander Funke, könne die Politik nunmal nicht zaubern. Funke appellierte hingegen an die Bürgerinnen und Bürger, sich an die geltenden Regeln im Kampf gegen das Corona-Virus zu halten. Die Linke kritisierte, dass die Datengrundlage über die Verbreitung des Corona-Virus über die Sommermonate nicht intensiver ausgeweitet wurde.

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Foto-Quelle: Wikimedia (CC BY-SA 4.0)