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Saarbrücken: GIU-Chef Martin Welker zieht Kandidatur für Amt des Baudezernenten vorerst zurück

Wahl verschoben

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Quelle: zoid1902 / CityRadioNews

Saarbrücken. Martin Welker und Oberbürgermeister Uwe Conradt sind nach einem Gespräch am heutigen Dienstagvormittag, 3. November, übereingekommen, dass Herr Welker seine Kandidatur für das Amt des Baudezernenten vorerst zurückzieht.

„Die vergangenen Wochen haben gezeigt, dass die Fertigstellung und vor allem die Aufarbeitung der Baustelle Ludwigsparkstadion noch viel Zeit und Kraft kosten wird. Die wichtigsten Aufgaben in den kommenden Wochen werden darin bestehen, die Baustelle unverändert in Betrieb zu halten und gleichzeitig mehr Transparenz zu schaffen. Es gilt aufzuklären, wie dieses Projekt von Anbeginn an zu einem solchen Millionengrab werden konnte. Und es geht darum, weiteren Schaden von der Stadt abzuhalten“, erklärte Welker. Es seien noch zahlreiche Fragen unbeantwortet. Welker weiter: „Ohne juristische Auseinandersetzungen werden wir auf einige dieser Fragen keine Antworten bekommen – das haben die zurückliegenden Wochen ebenfalls gezeigt.“

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Wie erst Ende der vergangenen Woche öffentlich bekannt geworden sei, habe die Staatsanwaltschaft inzwischen ein Ermittlungsverfahren wegen Betruges beziehungsweise versuchten Betruges wegen Unregelmäßigkeiten auf der Baustelle eingeleitet.

Welker: „Wir stehen am Anfang eines Prozesses, auf den ich mich im Moment voll konzentrieren muss. Das lässt sich derzeit nicht mit dem Amt des Baudezernenten vereinbaren, das ebenfalls vollen Einsatz erfordert. Deshalb und weil ich vermeiden möchte, dass die seit Bekanntwerden meiner Kandidatur gegen mich geführte Schmutzkampagne das Amt des Baudezernenten beschädigt, habe ich mich in Abstimmung mit dem Oberbürgermeister zu diesem Schritt entschlossen.“

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Uwe Conradt: „Martin Welker hat gezeigt, dass er große Baustellen managen und große Bauprojekte umsetzen kann. Seit vielen Jahren greifen die Stadt und insbesondere die städtische Tochter GIU auf seine besonderen baurechtlichen und technischen Fachkenntnisse als Anwalt zurück. Seit Anfang Juli hat er als GIU-Geschäftsführer ein außergewöhnliches Engagement bei der Problembaustelle Ludwigsparkstadion gezeigt. Er hat diese Baustelle unter Kontrolle gebracht und deutlich beschleunigt. Seine Aufgabe besteht auch darin, für Transparenz zu sorgen und die Geschehnisse auf der Baustelle aufzuarbeiten. Das hat er getan und das wird er weiterhin tun.

„Die Aufarbeitung der Baustelle wird gegebenenfalls auch zeigen, welche Motivation hinter den persönlichen Angriffen und unbelegten Vorwürfen steht, die Herr Welker in den letzten Wochen über sich ergehen lassen musste. Ich werde dem Rat empfehlen, die Wahl vorerst zu verschieben. Fest steht, wir brauchen eine bestmögliche Lösung. Die Frage, wann die Wahl nachgeholt wird, kann ich zum heutigen Zeitpunkt noch nicht beantworten. Bis zur Wahl werde ich weiterhin die Leitung des Baudezernates übernehmen.“

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