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Landeselterninitiative für Schulbetrieb mit Verbesserungen

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Die Landeselterninitiative für Bildung begrüßt die grundsätzliche Entscheidung in der Konferenz der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten, die Schulen offen zu halten. Es müsse alles getan werden, dass Schülerinnen und Schüler ihr Recht auf Bildung in ihrer Schule verwirklichen können, die sozialen Ungerechtigkeiten, die Fernunterricht mit sich bringt, nicht eintreten und berufstätige Eltern nicht vor Betreuungsschwierigkeiten gestellt werden. Aber ein „Weiter so!“ dürfe es nicht geben.

Es sei jetzt eine Ausdehnung der Maskenpflicht und die schnelle Ausstattung der Schulräume mit Luftreinigungsgeräten erforderlich. Zudem sollten die Schulen alle Möglichkeiten nutzen dürfen, Abstände zwischen den Schülern einzurichten, wenn es sein müsse auch unter Ausdehnung von Unterrichtszeiten in den Nachmittag oder etwa unter Nutzung anderer öffentlicher Räume, die in den kommenden Wochen sowieso nicht gebraucht würden.

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Die Landeselterninitiative für Bildung wünscht sich, dass Entscheidungen über den künftigen Schulbetrieb regelmäßig oder ad hoc in einem demokratischen Prozess des Bildungsministeriums mit Lehrer-, Schüler*innen- und Elternorganisationen sowie unter Beteiligung von Fachleuten vorbereitet und dann frühzeitig kommuniziert werden. Damit sei ein Runder Tisch als ständige Einrichtung und als Beispiel gelingender Demokratie in einem wichtigen Feld öffentlicher Angelegenheiten gemeint. 

Für den Fall eines unumgänglichen eingeschränkten Schulbetriebs soll berücksichtigt werden, dass für kleinere Kinder Präsenzunterricht (und Betreuung) wichtiger ist als für die größeren. Letztere können zudem besser mit dem digitalen Fernunterricht umgehen. Die Anstrengungen sollten also auf die Grundschulen sowie die unteren Klassen der weiterführenden Schulen und auf die Kinder, die Lernprobleme haben und aus benachteiligenden Verhältnissen kommen, fokussiert werden. Zudem auf die Klassen vor Prüfungsjahren.

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Jede Schule braucht bereits vorab einen Plan C, mit Unterrichtsformaten, Zuständigkeiten und Kommunikationswegen für den Fall, dass sie wegen eines Infektionsgeschehens von einem Tag auf den anderen schließen oder den Schulalltag umstrukturieren muss.

Weniger ist mehr: Bei Lehr- und Stoffverteilungsplänen müssen, wenn notwendig, Abstriche gemacht werden. Hinsichtlich des Inhalts und Umfangs für die Schüler*innen müssen sich die Lehrkräfte untereinander besser abstimmen und in Teams gemeinsam planen, um ein ausgewogenes Arbeitsaufkommen zu gewährleisten und eine Überlastung auszuschließen.

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Es sollte an den Kernkompetenzen und dem Interesse der Lernenden angeknüpft werden. Dafür brauchen die Schulen Freiräume und Unterstützung. Als Basis des Unterrichts sollten Lernpläne dienen, die so gestaltet sind, dass sie in den Distanzlernphasen von den Kindern und Jugendlichen selbstständig bearbeitet werden können. Ebenfalls muss, gerade bei Schulwechslern, darauf geachtet werden, dass auch bei Prüfungen nur Themen abgefragt werden, die bereits im Präsenzunterricht durchgenommen wurden.

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