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Gewerkschaft und Arbeitskammer besorgt um Gastro-Beschäftigte

Verschärfte Corona-Maßnahmen

Symbolfoto

Saarbrücken. Nachdem gestern nach einer Schalte zwischen Kanzlerin Merkel und den Länderchefs die Schließung von Restaurants und Gaststätten angekündigt wurde, herrscht große Sorge bei den Gastronomen und Beschäftigten in der saarländischen Gastronomie. Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga sieht sich von der Politik ungerecht behandelt, da man nicht Treiber der Pandemie sei.

Die Gewerkschaft Nahrung Genuss und Gaststätten sprach von einem schwarzen Tag für die Beschäftigten der Branche. Bisher habe deren Situation bei der Politik kaum Beachtung gefunden, weshalb Handlungsbedarf bestehe. Es sei zwar grundsätzlich richtig die jeweiligen Betriebe finanziell während der Schließung zu unterstützen, jedoch müsse in diesem Zusammenhang auch die Mitarbeiter in den Fokus rücken. Diese könnten vom Kurzarbeitergeld in dieser Branche nicht leben.

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Dem schloss sich auch die Arbeitskammer des Saarlandes an. Die rund 14.000 Beschäftigten im Gaststättengewerbe verdienten im Durchschnitt auf einer Vollzeitstelle rund 1.500 Euro Netto. Durch Kurzarbeitergeld hätten diese Beschäftigten oft weniger als 1.000 Euro im Monat zum Leben. Die Arbeitskammer und die Gewerkschaft NGG fordert daher eine Anhebung des Kurzarbeitergeldes in der Gastro-Branche auf 90 Prozent.

Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga zeigte sich enttäuscht von den Beschlüssen. Die Betriebe der Branche seien nicht verantwortlich für das sich zuspitzende Infektionsgeschehen und hätten sich größtenteils vorbildlich an die geltenden Hygienevorschriften gehalten. Es sei jetzt noch nicht abschätzbar, welche Folgen auf die Branche durch die verschärften Corona-Maßnahmen zukommen.

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