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Saarlouis: Gewerkschaft fordert Zukunftsperspektive für Ford-Werk

Ford Focus läuft aus

Quelle: Phrontis

Saarlouis. Im Streit um die Zukunft des Ford Werkes in Saarlouis fordert die Gewerkschaft IG Metall eine Perspektive. Es sei wichtig jetzt in Gespräche für ein neues Produkt am Werk einzusteigen, da der bislang im Werk hergestellte Ford Focus voraussichtlich 2023 auslaufen wird.

Es sei eine Vorlaufzeit von 36 bis 48 Monate nötig um die Produktion eines neues Modells am Standort zu starten. Vor diesem Hintergrund dränge nach Einschätzung der IG Metall die Zeit. Laut dem ersten Bevollmächtigten der IG Metall Völklingen, Lars Desgranges, müsse deshalb nun zeitnah in die Verhandlungen eingestiegen werden. Von seiten der Gewerkschaft und des Betriebsrates wurde bereits Gesprächsbereitschaft signalisiert.

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Aus der Ford-Zentrale in Köln hieß es nach Informationen des SR, dass derzeit ein europaweiter Transformationsprozess im Gange sei. Erst wenn dieser umfassende Prozess am Ende des Jahres abgeschlossen sei, wolle man das Geschäft neu gestalten.

Aktuell arbeiten im Saarlouiser Ford-Werk rund 5.000 Menschen. Bereits im vergangenen Jahr wurden hier 1.600 Stellen abgebaut und die Nachtschicht ging verloren. Zudem hängen von der Produktion des Ford Focus in Saarlouis etwa 2.000 Arbeitsstellen in der Zuliefererbranche ab.

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Foto-Quelle: Wikipedia (CC BY-SA 3.0 DE)

Quelle: Phrontis