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Wie eine Kündigung im Saarland den Steuerzahler 150.000€ kostete: Fall im neuen Schwarzbuch

Völklinger Hütte

Symbolfoto

Völklingen. Der Bund der Steuerzahler hat nun das neue Schwarzbuch zur Verschwendung von Steuergeldern veröffentlicht. Darin kommt auch der Fall der Kündigung des ehemaligen Geschäftsführers der Völklinger Hütte, Manfred Baldauf, vor.

2010 wurde FDP-Politiker Manfred Baldauf, der weder im Saarländischen Landtag noch in der Jamaika-Regierung Platz finden konnte, unerwartet Geschäftsführer beim Weltkulturerbe Völklinger Hütte. Das blieb er dann auch bis Mitte 2015, als ihm aufgrund von heftiger Kritik des Landesrechnungshofes gekündigt wurde. Das dies dem deutschen Steuerzahler eineinhalb Jahre teuer zukommen würde, konnte damals wohl kaum einer ahnen.

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Baldaufs Kündigungsschreiben ließ die saarländische Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) derzeit von ihrem Fahrer nach Völklingen bringen, was dort von seiner Sekretärin angenommen worden sein soll. Da er zu der Zeit nicht in seinem Büro gewesen sein soll, kam das Schreiben angeblich nie bei ihm an. Doch seit dem erschien Baldauf auch nicht mehr an seinem Arbeitsplatz.

Er schaffte es aber tatsächlich das Gericht davon zu überzeugen, dass ihm noch 18 Monate Gehalt bis zu seinem 65. Lebensjahr zustehen würden. Der hierbei entstandene Formfehler sorgte also dafür, dass er noch eineinhalb Jahre weiter seinen vollen Gehalt bekam und so der Steuerzahler 150.000€ blechen musste.

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