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Neuer Landesaktionsplan „Vielfalt sexueller und geschlechtlicher Identität akzeptieren – gegen Homo- und Transfeindlichkeit“ vorgestellt

Symbolfoto

Saarbrücken. „Tatsächliche Gleichberechtigung bedeutet heute mehr als rechtliche Gleichbehandlung. Ziel ist es, so wurde es auch im Koalitionsvertrag vereinbart, die Chancengleichheit und freie Entfaltung der Persönlichkeit der Menschen im Land zu verbessern – ungeachtet des Geschlechts, der sexuellen Orientierung oder der geschlechtlichen Identität. Der neue Landesaktionsplan ist ein wesentlicher Baustein auf dem Weg zu diesem Ziel und hat als übergeordnetes Ziel, Vielfalt wertzuschätzen und sie als Bereicherung zu sehen“, erklärt Sozialministerin Monika Bachmann.

Der Landesaktionsplan ist ein Gemeinschaftswerk unter Federführung des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie. In der eingerichteten interministeriellen Arbeitsgruppe waren das Bildungs-, Innen-, Justiz- und Wirtschaftsministerium sowie die Staatskanzlei und Betroffenenverbände wie das Antidiskriminierungsforum Saar und der Lesben- und Schwulenverband Saar beteiligt. Letzterer hat in der Vorbereitung Empfehlungen erarbeitet und den verschiedenen Ressorts zur Verfügung gestellt. Für die Umsetzung der Maßnahmenplanung sind die jeweiligen Ressorts verantwortlich.

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Insgesamt sind im Landeaktionsplan sieben Handlungsfelder definiert, in denen wiederum Maßnahmen beschrieben werden. Das Sozialministerium initiiert im Handlungsfeld Gesundheit beispielsweise den Aufbau und die Strukturierung eines regemäßigen Dialogs zwischen den Akteuren des saarländischen Gesundheitswesens und den Interessenvertretungen. Der Dialog soll insbesondere zur Verbesserung der medizinischen Versorgung von homosexuellen, bisexuellen, trans- oder intergeschlechtlichen Menschen dienen.

„Es war ein langer Prozess und eine aufwendige Arbeit an komplexen, anspruchsvollen Themen, die sich gelohnt hat. Der Landesaktionsplan ist anspruchsvoll, aber nicht abgehoben. Die Vielfalt der Thematik spiegelt sich in der Vielfalt seiner Maßnahmen wider. Die Umsetzung dieser Maßnahmen wird zügig beginnen. In etwa vier Jahren soll eine externe Evaluation vorgenommen werden, um auf diese Weise evidenzbasiert die Fortschreibung des Landesaktionsplan in Angriff nehmen zu können“, resümiert Bachmann.

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Der Landesaktionsplan kann über folgenden Link heruntergeladen werden: https://www.saarland.de/sexuelle-vielfalt