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St. Wendel: Kirchengemeinde bietet Honig aus der Imkerei ihrer Jugendarbeit an

Quelle: Ev. Gesamtkirchengemeinde St. Wendel / Schäfer

St. Wendel. Die Evangelische Gesamtkirchengemeinde St. Wendel vertreibt seit diesem Jahr Honig aus eigener Imkerei. Corona machte es möglich: Da man sich nur in kleinen Gruppen und im Freien treffen durfte, wurden Ideen für die Jugendarbeit geschmiedet. Warum also nicht mal etwas Neues probieren? Gabriel Schäfer, Pfarrer der Kirchengemeinde und Initiator des Projekts, fand die Brücke zwischen Imkerei und Jugendarbeit sofort spannend.

Und so haben im Mai zwei Bienenvölker neben der Evangelischen Kirche in Leitersweiler ein Zuhause gefunden. Sie werden von Schäfer und seinem Jugendteam betreut.

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Ein schönes Projekt, das Erlebnis an der Natur mit Bildungsarbeit kombiniert. Aber nicht nur ökologisch. „Honig hat außerdem in theologischer Hinsicht eine Bedeutung“, sagt Schäfer. So kämen die Wörter „Honig“ bzw. „Biene“ über sechzig Mal in der Bibel vor. „Auch, wenn zu biblischer Zeit noch niemand etwas von der Bestäubungs-Leistung der Biene gewusst hat – Honig war gefragt, und Bienen wurden auch als Tiere ‚gehalten‘“, betont Schäfer. Das ließe sich auch belegen, denn im Bibeltext werde unterschieden zwischen „Honig“ und „wildem Honig“.

Nächstes Jahr soll der erste vollständig eigene Honig geerntet werden. Der 2020er-Jahrgang ist noch ein „Produkt unserer Übungs-Bienen“, selbst geimkert, aber die Bienen dazu gehören einem erfahrenen Imker. „Wir mussten ja erst einmal das Imkern lernen“, erklärt Schäfer. Zum Glück habe man mit Jochen Recktenwald, dem Vorsitzenden des Bienenzuchtvereins Oberlinxweiler-St. Wendel e.V., einen tüchtigen, professionellen Begleiter gefunden. „Er kommt regelmäßig zu unseren Stöcken. Was es ansonsten noch zu wissen gibt, lernen wir von seinen Bienen.“

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Der Honig kann zum Preis von 5 Euro (inkl. 0,50 Euro Pfand für das Glas) im Eine-Welt-Laden St. Wendel käuflich erworben werden. 50 Cent pro Glas gehen an die Partnergemeinde in Novo Hamburgo/Brasilien, der restliche Erlös ist bestimmt für die Jugendarbeit der Kirchengemeinde. 

Gabriel Schäfer und seine Mitstreiter sind hochmotiviert: „Wir freuen uns über weitere Menschen, die uns bei dem Projekt unterstützen, jung oder alt.“ Denn schließlich gelte es die Bienen auch in der Urlaubszeit zu versorgen. Das wird mittelfristig eine Herausforderung.

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