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Jägersburg: Offizielle Einweihung der touristischen Beschilderung der Gärten mit Geschichte

15 Parkanlagen und Gärten werden vernetzt

Quelle: Saarpfalz-Touristik, Katrin Thieser

Jägersburg. In unmittelbarer Nachbarschaft zur Gustavsburg am Schlossweiher in Jägersburg wurde von Umweltminister Reinhold Jost, stellvertretend für die touristische Beschilderung der Gärten mit Geschichte im Saarpfalz-Kreis, die Informationstafel Jägersburger Weiher offiziell eingeweiht. Das Ministerium für Umwelt und Arbeitsschutz hat das Projekt mit einem Zuwendungsbescheid in Höhe von 62.365,15 Euro gefördert. Landrat Dr. Theophil Gallo bedankte sich ganz herzlich bei Umweltminister Jost für die Förderung durch das Land und die Europäische Union in seiner Funktion als Verbandsvorsteher der Saarpfalz-Touristik, die Antragsteller für dieses Projekt war.

Er führte weiter aus, dass es das Ziel des Projektes sei, die gemeinsame touristische Vermarktung als „Netzwerk der Gärten mit Geschichte“ durch die Aufstellung von einheitlichen Informationsschildern zu stärken. So könnten sich vor Ort die Besucher über die verschiedensten Gärten in der Region informieren, zusätzliche Anregungen erhalten und nach Lust und Laune weitere Gärten besuchen. Zurzeit werde auch noch eine kleine Faltkarte zu den Gärten mit Geschichte gedruckt, die das Beschilderungssystem ergänzt.

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15 Parkanlagen und Gärten werden touristisch miteinander vernetzt

Ob feudalherrschaftliche, kulturhistorische oder beschauliche Gärten – die Auswahl in der Saarpfalz und der Biosphäre Bliesgau ist groß und die Geschichten dahinter sind spannend und vielschichtig. Die insgesamt 15 Parkanlagen befinden sich in unterschiedlichen Gestaltungs- oder Pflegezuständen und jeder Garten hat seine eigene „Biografie“. Die Jägersburger Weiher hatten schon sehr früh eine touristische Bedeutung für die Region. So wurde der Schlossweiher mit dem Jägersburger Wahrzeichen, der Gustavsburg, lange Zeit als Badeweiher genutzt.

In den 60er und 70er Jahren wurden Schloss- und Brückweiher weiter touristisch aufgewertet und das dazwischenliegende Gelände zum Naherholungsgebiet ausgebaut. So wurden zusätzlich Weiher angelegt, ein Baumlehrpfad geschaffen und ein Spielplatz eingerichtet. Die touristische Nutzung hat in den letzten Jahren enorm an Fahrt aufgenommen und rund um die Weiher wurden ein Kletterpark, ein riesiges Blockhaus mit Biergarten sowie ein Hotel mit Spa und Restaurant sowie Almhütte mit Biergarten gebaut. So verbinden die Jägersburger als touristisches Ausflugsziel historisches Ambiente mit attraktiven touristischen Angeboten in einer wunderschönen Natur.  Das Beschilderungsprojekt der Gärten mit Geschichte wurde von Dr. Bernhard Becker, dem ehemaligen Leiter des Fachbereichs Kultur und Heimatpflege des Saarpfalz-Kreises initiiert und von der Saarpfalz-Touristik umgesetzt.

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Ein weiterer Garten mit Geschichte in Homburg ist beispielsweise der WaldPark Schloss Karlsberg in Homburg-Sanddorf, hier sind in den Schloss- und Parkanlagen sämtliche Bauten verschwunden, aber die gartenkünstlerischen Formationen sind noch vorhanden. Nur einige Kilometer von den Jägersburger Weihern entfernt liegt der Bexbacher Blumengarten. Der 1951 angelegte Blumengarten Bexbach sollte den Menschen in der Nachkriegszeit als Mustergarten und somit als „Quelle der Freude und Entspannung für die ganze Familie“ dienen – ein Alleinstellungsmerkmal.

In St. Ingbert wurde die Gustav-Clauss-Anlage und der Park Schloss Elsterstein mit Informationstafeln ausgestattet. Hier erfahren die Besucher auf der Informationstafel, dass der Namensgeber der grünen Lunge St. Ingberts Gustav-Clauss, ein St. Ingberter Apotheker war, der als Stadtratsmitglied den Anstoß für den Park gab. Das Kulturlandschaftszentrum Haus Lochfeld bei Wittersheim, um ein letztes Beispiel für das breite thematische Spektrum zu nennen, möchte mit seinem Ensemble von Gärten (Obst- und Beerengarten, Rosengarten, Bauerngarten, Weinberg usw.) „Kulturlandschaftsgärten“ präsentieren, um damit wesentliche Ausschnitte der Kulturlandschaft des Bliesgaus widerzuspiegeln.  

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Informationstafeln machen Lust auf mehr!

Auf den insgesamt 27 touristischen Informationstafeln, die mit dem Logo der Gärten mit Geschichte ausgestattet sind, finden die Besucher Informationen zum Netzwerk der 15 Gärten mit entsprechender Übersichtskarte sowie eine konkrete Objektbeschreibung des jeweiligen Parks beziehungsweise Gartens. „Durch die gemeinsame Präsentation und touristische Vernetzung werden wir die Betreiber motivieren, ihre Park- bzw. Gartenanlagen weiterzuentwickeln und für die Gäste attraktiv zu gestalten. Das Projekt setzt Impulse für eine innovative Regionalentwicklung und einen nachhaltigen Tourismus im Saarpfalz-Kreis und der Biosphäre Bliesgau“, so Landrat Dr. Theophil Gallo abschließend bei der offiziellen Einweihung. Die Informationstafeln ergänzen in idealer Art und Weise die bisherigen Aktivitäten für die touristische Vermarktung der Gärten mit Geschichte, so wird beispielsweise jährlich ein Veranstaltungskalender für die Gärten mit Geschichte publiziert, der leider in diesem Jahr aufgrund von Corona nur digital abrufbar war.

Die LEADER-Förderung unterstützt die nachhaltige touristische Entwicklung

Der LEADER-Förderantrag wurde von der Saarpfalz-Touristik bei der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Biosphärenreservat Bliesgau gestellt. Die Lokale Aktionsgruppe bewertete den Antrag positiv und leitete zur Förderung aus LEADER-Mitteln an das Ministerium für Umwelt und Arbeitsschutz weiter. Auch im Ministerium wurde die touristische Vernetzung der Gärten mit Geschichte positiv bewertet, sodass eine Zuwendung aus Mitteln des Landes und der Europäischen Union (Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes – ELER) nach dem Saarländischen Entwicklungsplan für den ländlichen Raum 2014 – 2020 (SEPL 2014-2020) im Rahmen von LEADER in Höhe von 62.365,15 € gewährt wurde.

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Weitere Informationen bei der Saarpfalz-Touristik, Paradeplatz 4, 66440 Blieskastel, Tel.: 06841/104 7174, Mail: touristik@saarpfalz-kreis.de