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GdP-Landesvorsitzender Maaß: Saarländische Vollzugspolizei ist originär keine Corona-Polizei

Kritik an Plänen des Innenministers

Quelle: GdP

Saarbrücken. Nach aktuellen Medienberichten sollen laut Innenminister Klaus Bouillon bis zu 1000 saarländische Polizistinnen und Polizisten die Ordnungsämter der Kommunen bei der Überwachung der Einhaltung der Corona-Vorgaben unterstützen. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP), Landesbezirk Saarland, befürchtet durch die Planung des Innenministeriums eine kaum zu leistende Zusatzaufgabe für die saarländische Vollzugspolizei.

Es wäre verantwortungslos zu fordern, dass die originär zuständigen und selbst überlasteten Ordnungsämter bei den notwendigen Corona-Kontrollen allein gelassen werden sollen – allerdings verzeichnet die saarländische Vollzugspolizei ein historisches Personaldefizit, welches abseits der aktuellen Zusatzaufgaben bereits erhebliche Belastungserscheinungen für unsere Polizistinnen und Polizisten mit sich bringt.

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Der Landesvorsitzende der GdP, David Maaß, hierzu: „Es ist nachvollziehbar, dass das politische Interesse derzeit primär auf der Pandemiebekämpfung liegt. Wenn aber der Innenminister der Bevölkerung verspricht, dass bis zu 1000 Polizistinnen und Polizisten nun die Kommunen unterstützen sollen, dann stellt sich mir die Frage, wer sich noch um unser alltägliches Dienstgeschäft kümmern soll.“

„Die GdP befürchtet, dass durch diese Arbeitsverdichtung zusätzliche Belastungsspitzen entstehen, die neben der Corona bedingten Dienstplanumstellung unserer systemrelevanten Polizei die letzte Erholung und Freizeit rauben werden, wodurch schnell Erschöpfungssymptome auftreten können,“ so Maaß abschließend.

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