Anzeige:

Saar-Linke fordert Anschluss an den Hochgeschwindigkeitsverkehr der Bahn

Standortnachteil

Symbolfoto

Saarbrücken. Anlässlich der heute stattfindenden Verkehrsministerkonferenz von Bund und Ländern fordert die saarländische Linke einen attraktiven Anschluss an das Hochgeschwindigkeitsnetz der Deutschen Bahn für das Saarland. Thomas Lutze, der Landesvorsitzende der Linken, sprach in diesem Zusammenhang von einem Standortnachteil.

Während in anderen vergleichbaren Regionen eine Anbindung an das Hochgeschwindigkeitsnetz der Bahn gegeben sei, würde man im Saarland weiterhin mit den Regionalzügen Richtung Mannheim, Frankfurt oder Trier „herumzuckeln“. In einem Umfeld, bei dem Mobilität jenseits von Autobahnen ein wichtiger Faktor sei, sei dies für das Saarland ein deutlicher Standortnachteil.

Anzeige:

Nun wird von den saarländischen Linken deshalb der Neubau der Bahnstrecke nach Mannheim oder nach Frankfurt, damit hier der Hochgeschwindkeitsverkehr mit bis zu 250 Stundenkilometern eine geeignete Infrastruktur vorfindet. Nur mit einem Ausbau der bestehenden Bahnstrecken sei dies leistbar. Wie dieser Ausbau ablaufen soll, darüber gab die Linke keine Aussage.

Zwar werde bereits seit Jahren an der Strecke Saarbrücken – Kaiserslautern gebaut, jedoch habe diese Baumaßnahmen nicht zu einer Reduzierung der Reisezeit geführt. Meist ging es dabei um Streckenbegradigungen oder Erneuerungen des Oberbaus. Stattdessen sei die Reisezeit von Saarbrücken nach Mannheim mit dem InterCity (IC) in 1991 vier Minuten geringer als heute mit einem ICE oder TGV gewesen.

Anzeige:

Bei der Strecke Saarbrücken – Mainz wurde die weiterhin fehlende durchgängige Elektrifizierung kritisiert. Seit über zwanzig Jahren stehe dies auf der Tagesordnung, aber immer noch fahren hier Dieseltriebwagen. Auch der durch Baustellen bedingte Ausfall der einzigen Zugschnellverbindung von Saarbrücken nach Berlin unterstreiche den mangelhaften Status der Bahnpolitik im Saarland.