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Rehlinger sieht Überarbeitungsbedarf beim Beherbergungsverbot

Praktische Umsetzung schwierig

Quelle: Werner Schüring / spd.de

Saarbrücken. Bundesweit wird derzeit über das sogenannte Beherbergungsverbot für Personen aus Corona-Risikogebieten diskutiert. Die saarländische Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger findet, dass dieses auf den Prüfstand gehört. Für die jeweiligen Hoteliers sei die praktische Umsetzung des Verbots laut Rehlinger oft kaum möglich.

Gegenüber der dpa sagte Rehlinger, dass eine Überarbeitung der derzeitigen gesetzlichen Vorgabe dringend notwendig sei. Da sich täglich ändere, was als Risikogebiet gilt, könnten die Hotelbesitzer nur schwer den Überblick behalten. Weiterhin sieht Rehlinger in innerdeutschen Reisen nicht das größte Problem bei der Ausbreitung des Virus. Das Beherberungsverbot sei sinnvoll gewesen, als es Ausbrüche in einzelnen Landkreisen gab, jetzt sind es aber bereits mehr als 20 Risikogebiete deutschlandweit.

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Stattdessen solle man gesetzliche Regelungen treffen, die private Feiern begrenzen. Diese seien derzeit der Hauptgrund für die bundesweit steigenden Corona-Zahlen. Die Hoteliers, die unter scharfen Hygieneauflagen arbeiten, dürften nicht darunter leiden, was außerhalb ihrer Domäne liegt.

Das saarländische Beherberungsverbot für Personen aus Corona-Risikogebieten gilt bereits seit Ende Juni. Ursprünglich wurde sie vor dem Hintergrund des Corona-Ausbruchs bei dem Fleischhersteller Tönnies in Nordrhein-Westphalen eingeführt. Es wird wohl auch morgen und am Donnerstag erneut Thema bei der Ministerpräsidentenkonferenz.

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