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Fairtrade-Stadt Homburg: Urkunde zur Re-Zertifizierung überreicht

Steuerungsgruppe tagte live und virtuell

Quelle: Jürgen Kruthoff / Stadt Homburg

Homburg. Nach einiger Zeit des „fairen“ Stillstands hat sich die Steuerungsgruppe der Fairtrade-Stadt Homburg in der vergangenen Woche (30. September 2020) im Rathaus wieder getroffen. An dieser Sitzung im Rathaus nahmen zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor Ort teil, einige waren über das Internet zugeschaltet und verfolgten das Treffen vor ihren Geräten.

Zu den Höhepunkten des Abends gehörte die symbolische Übergabe der Rezertifizierungs-Urkunde, die Bürgermeister Michael Forster, die zuständige Beigeordnete Christine Becker und Anke Michalsky, Frauenbeauftragte der Stadt und ebenfalls für Fragen des fairen Handels zuständig, symbolisch aus den Händen der Handpuppe Päckchen übernehmen könnten.

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Quelle: Jürgen Kruthoff / Stadt Homburg

Zuvor hatten der Bürgermeister und die Beigeordnete die anwesenden und zugeschalteten Gäste begrüßt und ihren Dank ausgesprochen an alle Beteiligten, die zur erfolgreichen Rezertifizierung Homburgs als Fairtrade-Stadt beigetragen haben. Dazu konnten zahlreiche Partner, ältere wie neue, begrüßt werden. Christine Becker ging auch auf die Verbindungen zum Projekt „Homburg lebt gesund“ ein.

Nach den Worten des Grußes und des Dankes sowie der Übergabe der Urkunde lieferte Anke Michalsky eine kurze Rückschau auf die „fairen“ Aktivitäten der jüngeren Vergangenheit. So wies sie unter anderem auf die Übergabe von fairen Rosen zum Weltfrauentag, die Verteilung der Biobrotboxen im Saarpfalz-Kreis, einen großen Fairtrade-Markt, der zusammen mit dem Weltladen Homburg und dem Verein „miteinander-füreinander“ und dem Fairtrade-Kreis organisiert wurde, sowie eine faire Weinprobe und Aktionen zum Tag des fairen Kaffees hin. Auch auf ein Projekt für Kinderrechte, das zusammen mit dem Adolf-Bender-Zentrum durchgeführt wurde, ging Anke Michalsky, kurz ein.

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Als eines der nächsten Projekte kündigte Michalsky einen digitalen und fairen Frühstückstisch an, an dem sich möglichst viele Menschen beteiligen sollen. Dabei sollen diese ihre Bezüge zu fairen Produkten anhand eines Frühstücks online präsentieren.

Zum Abend im Zeichen des fairen Handels gehörte auch ein Impulsvortrag von Ingo Schlotter von der Fair-Handelsorganisation „Weltpartner: nachhaltige Produkte aus fairem Handel“. Schlotter berichtete über Lieferketten, Handelswege und einige neue Produkte aus dem Warensortiment von Weltpartner.

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Quelle: Jürgen Kruthoff / Stadt Homburg

Spannend und auch bewegend war der Vortrag von Hamid Kamrani, der über den von ihm gegründeten Verein „Space Lama“ informierte. Kamrani, der in Homburg Medizin studiert, hatte für einige Wochen den Pater Shay Cullen unterstützt, der sich auf den Philippinen seit für Kinderund Jugendliche einsetzt, die dort auf der Straße leben und oft sexuell ausgebeutet werden. Die Befreiung und Resozialisierung dieser jungen Menschen wird von der PREDA Stiftung (Peoples Recovery, Empowerment and Development Assistance Foundation) organisiert und durchgeführt.

Quelle: Jürgen Kruthoff / Stadt Homburg

Um den Pater und vor allem die Kinder auch weiterhin zu unterstützen, hat Hamid Kamrani den Verein „Space Lama“ gegründet, um in Deutschland Spenden zu sammeln und Geld durch den Verkauf von T-Shirts und anderen Produkten zu einzunehmen. Weil der Verkauf bei Festivals und anderen Terminen aufgrund der Einschränkungen zum Schutz vor Corona derzeit nicht möglich ist, erfolgt dieser in erster Linie im Bekanntenkreis sowie im Internet.

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Da die Baumwollprodukte aus Biosrohstoffen gefertigt und fair produziert und gehandelt werden, lag es nahe, dass Space Lama auch zum Partner der Fairtrade-Stadt Homburg wurde, so Hamid Kamrani.