Heizpilze bleiben in der Landeshauptstadt verboten

Antrag der SPD abgelehnt

Symbolfoto

Saarbrücken. Trotz dem derzeit noch recht langsamen Beginn der kälteren Jahreszeit machen sich bereits jetzt zahlreiche Gastronomiebetreiber Gedanken, wie sie ihre Gäste auch im Herbst und im Winter draußen bewirten können. Eine Lösung wären Heizpilze, diese bleiben aber nach einer Entscheidung des Saarbrücker Stadtrats weiterhin verboten.

Die SPD hatte zuvor vorgeschlagen, gasbetriebene Heizpilze in der Landeshauptstadt zuzulassen, damit auch bei geringeren Temperaturen eine Bewirtung im Außenbereich möglich sein kann. Vor allem mit Hinblick auf die immer noch anhaltende Corona-Krise könnte dies nach Ansicht der Sozialdemokraten der angeschlagenen Gastronomie helfen.

Eine Ratsmehrheit bestehend aus CDU, FDP und Grüne lehnten den Antrag gestern jedoch ab. Stattdessen solle sich die Stadtverwaltung an die saarländische Landesregierung richten, damit ein runder Tisch zwischen der Gastro-Branche und den Kommunen eingerichtet wird. Dort solle dann über finanzielle Hilfen für die Branche sowie Luftreinigungsgeräte für Innenräume gesprochen werden. Einheitlich sprachen sich jedoch alle Fraktionen für Hilfen für die Branche aus.

Kritik an der Entscheidung des Saarbrücker Stadtrats kommt vom Saarländischen Hotel- und Gaststättenverband Dehoga. Deren Hauptgeschäftsführer Frank Horath verwies auch die existenzgefährdende Situation in der Gastronomie durch die Corona-Pandemie. Eine Aufhebung des Heizpilz-Verbots hätte der Branche dabei helfen können. Auch sieht er in dem geforderten runden Tisch keine Garantie für zeitnahe finanzielle Hilfen für die Gastro-Betriebe.

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