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Verfahren gegen Saarbrücker Psychologen wegen schwerem sexuellem Missbrauch wird wieder aufgerollt

Therapeut lange Zeit nicht verhandlungsfähig

Symbolfoto

Saarbrücken. Vor dem Landgericht Saarbrücken wird am kommenden Montag das Verfahren gegen einen 74-jährigen Diplom-Psychologen aus Saarbrücken wieder aufgerollt. Er soll sich von Ende 2004 an über knapp zwei Jahre hinweg im Rahmen einer Langzeit-Psychotherapie an einem damals siebenjährigen Jungen sexuell vergangen haben.

Bereits vor acht Jahren wurde der Psychologie von dem Gericht zu sechs Jahren Haft wegen schweren sexuellen Missbrauchs verurteilt. Der Bundesgerichtshof hatte jedoch noch im selben Jahr das Urteil aufgehoben, nachdem sowohl von der Nebenklage als auch von dem Angeklagten selbst Revision eingelegt wurde. Da der Saarbrücker Therapeut nach Angaben einer Gerichtssprecherin „längere Zeit nicht verhandlungsfähig“ gewesen sei, befasst sich das Gericht erst jetzt wieder mit dem Fall.

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Zuletzt sorgte die Internetpräsenz des 74-jährigen für Irritationen bei der Psychotherapeutenkammer des Saarlandes, die betonte, dass der Therapeut seit Ende 2012 nicht mehr Mitglied der Kammer sei. Auf einer Internetseite bewarb dieser seine „Praxis für Psychologische Beratung“, in der auf Wunsch psychologische Beratungen, Familien- und Paarberatungen, Coachings und philosophische Lebensberatung angeboten wurden. Ebenso seien Beratungen per E-Mail möglich.

Verhandelt wird vor der Großen Jugendkammer II des Saarbrücker Landgerichts. Derzeit sind fünf Verhandlungstage vorgesehen, wonach ein Urteil bereits am 1. Oktober fallen könnte.

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