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Wo spielt der FCS nun? Das Präsidium hat sich jetzt geäußert

Immer noch 3 Varianten im Raum

Das Blauschwarze Präsidium: Dieter Ferner, Hartmut Ostermann und Dieter Weller (vlnr) - Bild: 1. FC Saarbrücken Homepage

Nach dem offenen Brief der FCS-Ultras ‚Virage Est‘ und der brennenden Frage in welchem Stadion der FCS seine ersten Heimspiele der bald beginnenden Drittligasaison spielt, hat sich nun das Präsidium des 1. FC Saarbrücken in Form von Präsident Hartmut Ostermann, Vize-Präsident Dieter Ferner und Schatzmeister Dieter Weller wie folgt geäußert:

Das blauschwarze Präsidium: Dieter Ferner, Hartmut Ostermann und Dieter Weller (vlnr) – Bild: 1. FC Saarbrücken Homepage

Liebe Mitglieder, liebe Fans und Freunde des FCS, 

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das Präsidium möchte Sie heute aus gegebenem Anlass über den aktuellen Stand der Vorbereitungen für den bevorstehenden Spielbetrieb in der 3. Liga informieren. Gleichzeitig bitten wir um Verständnis, dass sich unser Verein aufgrund verschiedenster Umstände, die nur schwer von uns zu beeinflussen sind, noch nicht über die absolute Planungssicherheit verfügt, die für andere Vereine in dieser Liga selbstverständlich erscheint. 

Dies hat Gründe, die wir kurz noch einmal in Erinnerung rufen wollen. Wie Sie sicherlich wissen, müssen Anträge zur Zulassungserteilung für die 3. Liga zum Stichtag 1. März eingereicht werden. Dazu gehört neben der Testierung einer soliden wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit auch zwingend der Nachweis einer gemäß den Statuten des DFB qualifizierten Spielstätte mit einer Kapazität von mindestens 10.001 Zuschauern und weiteren Kriterien wie Brandschutzgenehmigung, mindestens 2000 überdachte Sitzplätze, Rasenheizung, Flutlichtanlage etc. Zum Zeitpunkt des Zulassungsantrages verfügte nachweislich kein einziges Stadion im Saarland über die Mindestanforderungen an ein drittligataugliches Stadion und unser Ludwigspark befand sich in einem Bauzustand, der nach offizieller städtischer Darstellung eine Rückkehr erst im Jahr 2021 wahrscheinlich machte. Aufgrund dieser unsicheren Planungssituation musste der FCS zwingend eine geeignete Ausweichspielstätte im Zulassungsantrag verankern, um die Zulassung nicht zu gefährden. 

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Mit Stadioneigentümern im erweiterten Umfeld, sprich Rheinland-Pfalz, wurden Sondierungsgespräche angestoßen, die jedoch schnell an ihre Grenzen stießen, weil unüberbrückbare behördliche, sicherheitsrelevante und finanzielle Problemstellungen einer Realisierung im Wege standen. Erst in Hessen, namentlich beim FSV Frankfurt, stießen wir auf Partner, die Verständnis für die Ausnahmesituation des 1. FC Saarbrücken aufbringen konnten und bereit waren, das eigene Stadion zu fairen Konditionen und zulassungskonformen Rahmenbedingungen zur Verfügung zu stellen. Unser Antrag auf Erteilung einer Zulassung für die 3. Liga wurde daher mit dem Ludwigspark als Hauptspielstätte und dem Stadion am Bornheimer Hang als Ausweichplatz gestellt, was letztendlich zu einer Genehmigung führte und damit zumindest die sportliche Planungssicherheit garantierte. 

Die äußeren Rahmenbedingungen für einen regulären Spielbetrieb haben sich in der zwischenzeitlich jedoch fundamental geändert. Die Corona-Pandemie mit ihren erschreckenden Auswirkungen auf die Gesundheit unserer Bevölkerung und das gesamte öffentliche Leben hat lange Zeit zu einem Stillstand des Fußballs auf allen Ebenen geführt. Der Weg zurück zur Normalität gestaltet sich durch die vorsorglichen Beschränkungen bei der Ansammlung größerer Menschenmengen schwieriger als gedacht. Geisterspiele wurden zur neuen Realität und erst langsam lockern die jeweiligen Gesundheitsbehörden auf Landesebene ganz vorsichtig, aber unter verschiedenen Auflagen die Zuschauerbeschränkungen. Diese können sich allerdings je nach örtlicher Pandemielage jederzeit ändern. 

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Für den FCS ergibt sich – Stand heute – folgende Ausgangslage: 

1. Der Umbau des Ludwigsparkstadions hat in der kurzen Amtszeit des neuen Saarbrücker Oberbürgermeisters Uwe Conradt enorme Fortschritte gemacht. Als bekennender Unterstützer des FCS hat er gemeinsam mit dem neuen Bauleiter Martin Welker eine ungekannte Dynamik entwickelt, die uns hoffnungsfroh stimmt, vielleicht doch früher als gedacht in unseren geliebten Ludwigspark zurückkehren zu können. Die durch Corona streng limitierte Zuschauerzahl lässt einen Spielbetrieb auch in der Baustelle organisatorisch möglich erscheinen, wenn aus nachvollziehbaren Gründen noch nicht an den ersten Heimspieltagen

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Spielen während des Umbaus – Wohl keine Lösung für die ersten Spiele – Das neue Ludwigsparkstadion

2. Unsere genehmigte Ausweichspielstätte in Frankfurt ist aktuell unter dem Druck des örtlichen aufflammenden Pandemiegeschehens nur unter den Rahmenbedingungen bespielbar, die wir vom Halbfinale des DFB-Pokals her kennen, nämlich als sog. Geisterspiel. Auf der anderen Seite ist die Durchführung der ersten „Heimspiele“ definitiv sichergestellt, wenn auch nicht so, wie wir uns das gerne gewünscht hätten. 

3. Diese absolute Ausnahmesituation innerhalb der Corona-Pandemie lässt es zu, dass wir eine weitere Variante der Spielaustragung am 2. und 3. Spieltag gegen Rostock bzw. Halle in Erwägung ziehen konnten. Ein Spielbetrieb in Völklingen wäre aufgrund der bekannten Verhältnisse im Hermann-Neuberger-Stadion unter normalen Umständen undenkbar. Das Stadion ist zwar weit entfernt von einer Drittligatauglichkeit, hat aber mehrere Bewährungsproben im DFB-Pokal überstanden. Wir werden daher kurzfristig einen Antrag auf Ausnahmegenehmigung beim DFB einreichen und darin bitten, die im Saarland geltenden Regeln bei der Zuschauerkapazität anwenden zu dürfen. Würde der DFB unserem Antrag stattgeben, könnten je nach Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden bis zu 800 oder 900 Zuschauer unter Einhaltung eines strengen Hygienekonzeptes den beiden Heimspielen beiwohnen. 

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Wunschstadion der FCS-Fans für die ersten Spiele – Das Herrmann-Neuberger-Stadion in Völklingen

Alle drei Varianten sind von uns technisch und organisatorisch vorbereitet. Unser Dilemma ist jedoch, dass wir uns auch im Sinne unserer treuen Fans alle Optionen bis zum Schluss offenhalten müssen. Würde der DFB eine Verlegung nach Völklingen aufgrund nachvollziehbarer Mängel beim Stadion ablehnen, müssen wir uns wohl oder übel auf die ungeliebte, aber sichere Durchführung der beiden Spiele in Frankfurt ohne Zuschauer konzentrieren. Genehmigt der DFB mit viel Glück die Austragung in Völklingen, werden wir sofort unsere Mitglieder und Fans über die Möglichkeiten des Ticketerwerbs informieren. 

Dies ist auch der Grund, warum der FCS aktuell noch keine Tickets zum Verkauf anbieten konnte, schlichtweg weil – wie erläutert – der Spielort noch nicht bekannt ist. Es versteht sich von selbst, dass wir unseren treuen Fans nur Tickets anbieten wollen, die mit Sicherheit auch zum Besuch des gewünschten Spiels führen. Wir bitten daher um Ihr Verständnis und um ein wenig Geduld. Wir gehen derzeit davon aus, dass wir spätestens bis Mittwoch nächster Woche endgültig wissen, wo wir unsere ersten Heimspiele in der 3.Liga austragen können.

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Drücken wir uns gegenseitig die Daumen, dass unsere Bemühungen den gewünschten Erfolg haben. 

Mit blau-schwarzen Grüßen 

Das Präsidium des 1. FC Saarbrücken

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