Trotz Attest: Mehrere Fälle von Diskriminierung gegen Menschen ohne Maske

Appell ans gegenseitige Verständnis

Symbolfoto

Saarbrücken. Laut dem AntidiskriminiserungsForum Saar wurde dem Verein bereits mehrere Fälle meldet, bei denen Menschen ohne Schutzmaske Diskriminierung erfahren mussten. Teilweise wurden beispielsweise Menschen trotz eines vorliegenden Attestes, die sie vom Tragen des Mund-Nase-Schutzes freistellt, der Zugang zum Einzelhandel verweigert oder in der Öffentlichkeit bloßgestellt.

Das AntidiskriminiserungsForum wirft dabei den Medien dabei eine Mitschuld vor. Diese hätten „unreflektiert dazu aufgerufen, die Menschen anzusprechen und sie auf ihr Fehlverhalten aufmerksam zu machen“, was zu häufig zu Anfeindungen und aggressiven Auseinandersetzungen führe. Der Verein appelliert deshalb an das gegenseitige Verständnis, damit ein respektvoller Umgang miteinander weiterhin möglich sei. In der Verweigerung Menschen mit einem Attest, dass sie vom Tragen der Masken befreit, in den Einzelhandel zu lassen, sieht das Hilfnetzwerk das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz verletzt, durch das chronisch kranke Personen geschützt sind.

Gleichzeitig wurde sich vom AntidiskriminierungsForum Saar klar von sogenannten „Corona-Leugnern“ abgegrenzt. Insbesondere chronisch Kranke, die meist zur Corona-Risikogruppe gehören, könnten nur durch ein verantwortungsvolles Handeln der restlichen Bevölkerung effektiv geschützt werden.

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