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Arbeitslosenzahlen für den Regionalverband Saarbrücken im August 2020

Saarlandweit 212 mehr Arbeitslose als im Vormonat

Symbolfoto

Saarbrücken. Im Saarland hat sich der Bestand an Arbeitslosen von Juli auf August erhöht. Im August wurden 41.750 Arbeitslose gezählt, 212 mehr als im Vormonat. Das waren 7.796 mehr als im Vorjahresmonat (plus 23,0 Prozent). Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, lag wie im Vormonat bei 7,8 Prozent und damit 1,4 Prozentpunkte über dem Wert des Vorjahresmonats.

„Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen ist erneut angestiegen, gleichzeitig ist auch die Nachfrage nach Arbeitskräften wieder gewachsen. Die Bewegungen aus und in Erwerbstätigkeit bewegen sich auf niedrigem Niveau. Sie liegen deutlich unter den saisonalen Werten der Vorjahre“, kommentiert Madeleine Seidel, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Saarland, die Entwicklung am heimischen Arbeitsmarkt. „Auch wenn wir sehen, dass wieder etwas mehr Dynamik im Arbeitsmarktgeschehen ist, können wir leider noch nicht von einer Entspannung sprechen. Viele Betriebe und Unternehmen sind weiterhin in Kurzarbeit.“

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Im Regionalverband Saarbrücken waren im aktuellen Monat 19.514 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, fünf mehr als im Juli. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter rund ein Fünftel Arbeitslose mehr gemeldet (plus 3.419). Die Arbeitslosenquote lag mit 11,1 Prozent genauso hoch wie im Vormonat und um 1,9 Prozentpunkte über dem Wert des Vorjahres. Die Zahl der Arbeitsuchenden lag mit 31.672 um 213 unter dem Vormonats- und 2.605 über dem Vorjahresniveau. Zu den Arbeitsuchenden gehören neben Arbeitslosen u.a. auch Personen, die kurzzeitig erkrankt sind, Personen, die mehr als geringfügig beschäftigt sind und vom Jobcenter einen Aufstockungsbetrag zum Lohn erhalten sowie Beschäftigte oder Selbständige, die eine andere Arbeitsstelle suchen.

Arbeitslosenquoten aller saarländischen Landkreise im Vergleich

  • Landkreis St. Wendel: 4,3 Prozent
  • Landkreis Merzig-Wadern: 5,2 Prozent
  • Saarpfalz-Kreis: 6,0 Prozent
  • Landkreis Saarlouis: 6,2 Prozent
  • Landkreis Neunkirchen: 8,5 Prozent
  • Regionalverband Saarbrücken: 11,1 Prozent
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Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung

Bei der Agentur für Arbeit ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 120 auf 6.121 gestiegen. Das waren 2.365 mehr als vor einem Jahr (plus 63,0 Prozent). Bei den Jüngeren unter 25 Jahren lag die Arbeitslosigkeit bei 757, das waren 42 mehr als im Vormonat. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr ist bei den unter 25-Jährigen besonders deutlich ausgeprägt (plus 333 bzw. 78,5 Prozent). Die Zahl der Arbeitslosen in der Altersgruppe 50plus betrug 2.079. Sie hat sich gegenüber dem Vormonat um 62 erhöht. Gegenüber dem Vorjahr ist ein Anstieg um über die Hälfte zu verzeichnen (plus 726).

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Entwicklung in der Grundsicherung

Beim Jobcenter im Regionalverband Saarbrücken waren im August 13.393 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 115 weniger als im Juli. Damit lag die Zahl der Arbeitslosen um 1.054 über dem Vorjahreswert (plus 8,5 Prozent). Die Zahl der arbeitslosen Jüngeren unter 25 Jahren lag im August bei 1.097.

Sie ist gegenüber dem Vormonat um 33 und gegenüber dem Vorjahr um 77 gestiegen. 3.497 von Arbeitslosigkeit Betroffene waren 50 Jahre und älter. Ihre Zahl hat sich gegenüber Juli um 19 verringert und gegenüber August 2019 um 241 erhöht. 45,1 Prozent der beim Jobcenter registrierten Arbeitslosen sind gleichzeitig auch langzeitarbeitslos, also bereits länger als ein Jahr gemeldet. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen betrug im August 6.040. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Anstieg um mehr als ein Viertel (plus 1.268).

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Stellenmarkt

Im August wurden im Regionalverband Saarbrücken mehr neue Arbeitsstellen gemeldet als noch im Monat zuvor. Die steigenden Zugangszahlen der Vormonate setzen sich fort. Auch der Bestand an gemeldeten Stellen hat sich im August weiter erhöht, wenngleich er noch deutlich unter dem Vorjahreswert liegt. Unternehmen der Region haben im August insgesamt 663 Stellen zur Besetzung gemeldet, 44 mehr als im Juli, jedoch 52 weniger als vor einem Jahr. Seit Jahresbeginn wurden 4.962 offene Stellen gemeldet, 1.270 weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Aktuell stehen 2.410 freie Jobs zur Besetzung zur Verfügung. Der Stellenbestand liegt 543 unter dem Vorjahresniveau (minus 18,4 Prozent).

Kurzarbeit

Seit Beginn der Corona-Krise haben insgesamt 4.244 Unternehmen im Regionalverband Saarbrücken Kurzarbeit für 58.823 Beschäftigte angezeigt. Die Anzeigen für Kurzarbeit bedeuten jedoch nicht automatisch deren Realisierung. Daten über den Umfang der realisierten Kurzarbeit werden mit einer Wartezeit veröffentlicht, da hiermit eine sichere Statistik auf vollzähliger Basis mit hoher Datenqualität gewährleistet ist. Um möglichst zeitnah Zahlenmaterial zur Verfügung stellen zu können, werden Hochrechnungen auf Basis der vorläufigen Daten vorgenommen. Hochgerechnete Daten auf Landkreisebene zu den Auswirkungen der Corona-Krise auf den Arbeitsmarkt liegen nun erstmals vor. Nach den aktuellsten Hochrechnungen haben im März 1.784 Unternehmen im Regionalverband Saarbrücken für 13.825 Beschäftigte Kurzarbeit umgesetzt.

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Regionale Entwicklung

  • Geschäftsstelle Saarbrücken (Stadt Saarbrücken und Kleinblittersdorf): 12.861 Arbeitslose (plus 2.060 zum Vorjahr), Arbeitslosenquote: 12,6 Prozent
  • Geschäftsstelle Heusweiler (Heusweiler, Riegelsberg und Püttlingen): 1.531 Arbeitslose (plus 449 zum Vorjahr), Arbeitslosenquote: 5,6 Prozent
  • Geschäftsstelle Sulzbach (Stadt Sulzbach, Friedrichsthal und Quierschied): 1.950 Arbeitslose (plus 297 zum Vorjahr), Arbeitslosenquote: 8,9 Prozent
  • Geschäftsstelle Völklingen (Stadt Völklingen und Großrosseln): 3.172 Arbeitslose (plus 613 zum Vorjahr), Arbeitslosenquote: 12,8 Prozent

Ausbildungsmarkt

Im Regionalverband Saarbrücken wurden seit Beginn des Ausbildungsjahres im vergangenen Oktober 2.267 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 514 weniger als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig suchten 1.936 junge Menschen eine Ausbildungsstelle über die Arbeitsagentur, 33 mehr als vor einem Jahr. Am statistischen Zähltag im August waren noch 475 Stellen unbesetzt und 495 Jugendliche unversorgt.

Top 10 der noch unbesetzten Ausbildungsstellen

„Durch die Pandemie hat sich der diesjährige Endspurt um die freien Ausbildungsstellen zeitlich etwas nach hinten verschoben. Viele Unternehmen und Betriebe bilden trotz Corona aus und sind teilweise auch noch nicht fündig geworden bei der Suche nach Auszubildenden. In den letzten Wochen konnten zahlreiche junge Menschen einen Ausbildungsplatz finden und es bestehen auch jetzt noch gute Chancen, zueinander zu finden“, so Madeleine Seidel.

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Die meisten offenen Ausbildungsstellen gibt es in folgenden Berufen:

Kaufmann/-frau im Einzelhandel Fachverkäufer/in Lebensmittelhandwerk – Fleischerei Kaufmann/-frau – Büromanagement Fachkraft- Kurier-/Express-/Postdienstleistungen Verkäufer/in Fachverkäufer/in Lebensmittelhandwerk – Bäckerei Anlagenmechaniker/in Sanitär-/Heiz.-/Klimatechnik Handelsfachwirt/in Koch/Köchin Kaufmann/-frau Versicherung/Finanzen – Versicherun

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