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Prozessstart nach Anschlag auf Saarbrücker Shisha-Bar

Vorfall Mitte 2016

Symbolfoto

Saarbrücken. Vor dem Landgericht beginnt heute der Prozess wegen dem Anschlag auf eine Saarbrücker Shisha-Bar vom August 2016. Neben versuchtem Mord wird dem 31-jährigen Tatverdächtigen Drogenhandel sowie illegaler Waffenbesitz vorgeworfen.

Der Anschlag auf die hauptsächlich von Kurden besuchte Shisha-Bar stellt den Höhepunkt in einem Konflikt zwischen der kurdischen Bahoz und den meist türkischstämmigen Osmanen, die Mitte 2018 verboten wurden, dar. Es entstand Sachschaden, verletzt wurde glücklicherweise niemand.

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In Dudweiler wurde zwei Tage vor dem Anschlag ein „Osmane“ von Bahoz zusammenschlagen, wobei auch Schüsse gefallen sein sollen. Seitens der Polizei wird von Revierkämpfen im Bereich der Drogenkriminalität zwischen den beiden Gruppierungen gesprochen, jedoch wurde auch ein politischer Hintergrund nicht ausgeschlossen.

Bei dem tatverdächtigen handelt es sich um einen 31 Jahre alten gebürtigen Kongolesen, der Präsident der rockerähnlichen Vereinigung „BC Osmanen Germany“ war, der den Anschlag von Mitte 2016 vermutlich als Vergeltungsaktion für den Vorfall in Dudweiler geplant hatte. Ausgeführt wurde die Tat wohl von hessischen „Osmanen“. Die Auslieferung eines Beschuldeten wurde deshalb bereits in Russland beantragt, da dieser dort wegen einer anderen Tat bereits in Haft sitzt.

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Auf die Spur der Täter kamen die Ermittler wegen verdeckter Untersuchungen, die auch über das Abhören von Telefonen hinausgingen. So wurde beispielsweise nach Informationen des SR das Vereinsheim des „World Chapters“ der Osmanen in Hessen mit Abhörwanzen ausgestattet. Der Verdacht gegen den 31-jährigen Hauptverdächtigen erhärtete sich durch die Abhörung.

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