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65 Prozent aller Anträge für den Pflegebonus noch nicht bewilligt

Kritik von verdi

Symbolfoto

Saarbrücken. Viele Beschäftigte in den saarländischen Pflegeheimen warten weiterhin auf die Bewilligung ihres Pflegebonus-Antrags. Bislang seien nur etwa 4.000 der 11.500 eingereichten Anträge, sprich etwa 35 Prozent, bewilligt worden.

Ursprünglich hatten die Beschäftigten in der Altenpflege bis zum 31. Juli Zeit den Pflegebonus in Höhe von 500 Euro beim saarländischen Gesundheitsministerium zu beantragen. Nur rund drei Viertel der Beschäftigten haben dies auch bis zum Stichtag getan, davon warten 7.495 Personen immer noch auf ihre Bewilligung.

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Eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums sagte dem SR, dass die Verzögerung bei der Bewilligung mit der Art zusammenhängt, wie die Anträge eingereicht wurde. Viele Anträge seien nämlich in Papierform eingegangen, die zunächst in digitale Form gebracht werden müssten. Bei etwa 40 Prozent aller Unterlagen seien die angegeben Daten außerdem unvollständig oder fehlerhaft, weshalb oft Nachgefragt werden müsse.

Bereits vor dem Stichtag am 31. Juli hatte die Gewerkschaft verdi die Abwicklung des Corona-Virus durch die Landesregierung kritisiert und Erklärungen für die vergleichsweise geringe Zahl der Anträge gefunden. Die Beschäftigten in den Pflegeheimen wollen laut Michael Quetting, Verdi-Fachbereichsleiter, nicht als Bittsteller dastehen. Zudem nannte er den Antrag einen komplizierten, bürokratischen Vorgang.

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