Anzeige:

Hans für Kostenbeteiligung bei Corona-Tests von Reiserückkehrern

Kritik von Verbraucherstützern

Symbolfoto

Saarbrücken. Im Streit um die Kostenübernahme bei den verpflichtenden Corona-Tests von Reiserückkehrern hat Ministerpräsident Tobias Hans sich dafür ausgesprochen, dass sich die Reiserückkehrer ebenfalls an den Kosten beteiligen. Auch andere Länderchef, wie Malu Dreyer aus Rheinland-Pfalz und Armin Laschet aus Nordrhein-Westfalen, haben das bereits gefordert.

Laut Hans seien die kostenlosen Covid-19-Tests in den Sommerferien ein taugliches Mittel gewesen, da zu diesem Zeitpunkt ein „schnelles und unbürokratisches handeln gefragt war“. Nun müsse dies jedoch geprüft und im Fall der Fälle angepasst werden. An der verpflichtenden Testung für Reiserückkehrer aus Corona-Risikogebieten solle aber festgehalten werden. Sollte sich jedoch bewusst für eine Reise in ein Risikogebiet entschieden werden, dann müsse sich auch an den Kosten beteiligt werden. Gesundheitsministerin Monika Bachmann hatte sich bereits Anfang August für eine Kostenbeteiligung stark gemacht.

Anzeige:

Auch in anderen Bundesländern wurde sich bereits für eine teilweise oder vollständige Übernahme der Kosten von Coronatests ausgesprochen. Malu Dreyer, rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin, machte sich stark dafür, dass bis zu den nächsten Herbstferien eine neue Strategie für die Kostenübernahme gefunden werden müsse. Wenn jemand bewusst in ein Risikogebiet wie Mallorca fährt und sich dann auf Kosten des Steuerzahlers testen lassen könne, dann würde die „Volksseele“ zurecht kochen, so Dreyer.

Der Nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet hat sich ebenfalls für eine Kostenübernahme durch die Reiserückkehrer ausgesprochen. Mittelfristig könnten die Kosten für die Tests beispielsweise als zusätzliche Gebühr ähnlich den Flughafengebühren auf den Reisepreis auf den Reisepreis aufgeschlagen werden.

Anzeige:

Kritik gegen diesen Kurswechsel kommt von Verbraucherschützern. Klaus Müller, der Chef des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen , fordert, dass auch künftig die Corona-Tests für Reiserückkehrer aus Risikogebieten kostenlos bleiben. Es würde ein größerer Schaden für die Gesellschaft entstehen als die finanzielle Belastung durch die Kostenübernahme. Es sei in der Abwägung effizienter und sinnvoller, die Testungen weiterhin kostenlos zur Verfügung zu stellen, so Müller.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*