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Kritik an vollen Schulbussen von der Landeselterninitiative für Bildung

Problem bekannt im Ministerium

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Quelle: zoid1902 / CityRadioNews

Saarbrücken. Wegen überfüllten Bussen im saarländischen Schülerverkehr trotz der immer noch anhaltenden Corona-Pandemie hat die Landeselterninitiative für Bildung die Landesregierung scharf kritisiert. Inzwischen wird nach Informationen von sol.de das Thema bereits im saarländischen Bildungsministerium beraten.

Laut der Elterninitiative sei es nicht nachvollziehbar, weshalb die Schülerinnen und Schüler außerhalb der Klassenräume auf dem Schulgelände trotz Maskenpflicht den Mindestabstand einhalten müssten, sie jedoch in den überfüllten Bussen zur oder von der Schule zusammengedrängt seien. Für Bernhard Strube, dem Sprecher der Landeselterninitiative für Bildung, entstehe der Eindruck, dass die Planer des öffentlichen Schülernahverkehrs diesen nicht mit der notwendigen Vorsorge organisiert hätten.

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Als Dienstleister sei der ÖPNV ebenfalls in der Verantwortung für einen sicheren Transport von Kindern und Jugendlichen zur Schule. Gefordert werden deshalb nun mehr Busse auf stark frequentierten Strecken. Auch die Saarbahn soll nach Meinung der Elterninitiative mehr Doppeltraktionen einsetzen. Ebenfalls denkbar seien auch direktere Linien zu den Schulen, damit die Zahl der Schüler im Laufe der Fahrt nicht immer weiter steigt. Dadurch könnten auch die Fahrzeiten und damit auch die Zeit, in der sich die Schülerinnen und Schüler infizieren könnten, gesenkt werden.

Die Landeselterninitiative sieht jedoch nicht nur die saarländischen Verkehrsbetriebe in der Pflicht, sondern auch die Landesregierung. Da der ÖPNV mit Steuergeldern mitfinanziert würde, müssten die Mittel – wie in anderen Bereichen auch – in Maßnahmen zur Bekämpfung der Ausbreitung des Corona-Virus investiert werden.

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Auf Anfrage von sol.de erklärte das saarländische Bildungsministerium um Ministerin Streichert-Clivot, dass das Problem bekannt sei und dass man bereits an einer Lösung hierfür arbeite. Die Beratungen mit dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr hierfür laufen bereits. Bis dahin bleibt den Schülerinnen und Schülern wohl nichts anderes übrig, als das einen Mundschutz zu tragen.

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