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Vorwürfe gegen Vorstandschef Reith wegen Missbrauchsskandal am UKS

Fehler bei Aufarbeitung

Quelle: atreyu

Homburg. Im Missbrauchsskandal in der Kinder- und Jugendpsychiatrie am Universitätsklinikum in Homburg befasst sich der Aufsichtsrat heute in einer Sondersitzung mit Vorwürfen gegen Wolfgang Reith, den Vorstandschef der Klinik. Bei der Aufarbeitung der Missbrauchsvorwürfe gegen einen inzwischen verstorbenen Assistenzarzt des UKS soll dieser Fehler gemacht haben. Angestoßen wurde diese Untersuchung durch den Anwalt der Klinik, der auch den Aufsichtsrat in dieser Sache einschaltete.

Auch die Landesregierung gerät immer mehr unter Druck nach den Vorwürfen gegen den UKS-Vorstand Wolfgang Reith. So fordert die Linkspartei beispielsweise von Ministerpräsident Tobias Hans, dass hieraus Konsequenzen folgen müssten. Nicht nur bei Reith sei kein Aufklärungswille erkennbar, so der Landtagsabgeordnete Dennis Lander.

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Sollte sich bestätigen, dass Reith die Aufklärung der Missbrauchsvorwürfe behindert haben, müsse auch nach Meinung der CDU-Landtagsfraktion hieraus Konsequenzen folgen. So sagte die CDU-Obfrau im Untersuchungsausschuss, Jutta Schmitt-Lang: „Auch wenn es unangenehm ist: Keines der Vorstandsmitglieder am Uniklinikum kann es sich mehr erlauben sich wegzuducken.“

Bereits im Jahre 2010 gab es deutliche Hinweise auf mögliche Übergriffe an der Homburger Kinder- und Jugendpsychiatrie, jedoch wurden diese von den Verantwortlichen am UKS nicht weiter verfolgt (wir berichteten hier). Nur wegen anhaltendem Druck von den Familien der Opfer und den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft werden die Übergriffe jetzt aufgearbeitet.

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Foto-Quelle: Wikimedia (CC BY-SA 3.0)

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