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Saarländische Bildungsministerin lehnt Maskenpflicht in Klassenräumen ab

Streit über Mund-Nase-Schutz

klassensaal
Symbolfoto

Saarbrücken. Im Streit um eine Maskenpflicht in saarländischen Klassenzimmern hat sich Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot gegen eine solche Verpflichtung ausgesprochen. Gegenüber dem SR sagte die Ministerin, dass sich sowohl der Ministerrat als auch die Kultusministerkonferenz hierauf verständigt hätten.

Durch den Mund-Nase-Schutz würde nach Einschätzung der SPD-Politikerin eine Kommunikationsbarriere zwischen den Schülern und der Lehrkraft entstehen. Für Lehrerinnen und Lehrer, die zur Corona-Risikogruppe gehören, stehe diesen das Tragen einer Maske im Unterricht frei. Auch wurde betont, dass zwar in den Klassenräumen keine Maskenpflicht gelte, im restlichen Schulgebäude jedoch schon.

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Man wolle jedoch das Infektionsgeschehen im Blick behalten und wenn nötig den geltenden Hygieneplan verschärfen. Nach Einschätzung des Virologen Jürgen Rissland vom Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg sei eine Maskenpflicht im Unterricht derzeit nicht nötig. Gegenüber dem SR sagte Rissland, dass sich dies jedoch bei einem Anstieg der Infektionszahlen ändern könnte.

Das Thema Schutzmaskenpflicht in Klassenräumen wird seit Tagen im Saarland heiß diskutiert. Während sich die Landeselterninitiative für Bildung als auch die Landeschülervertretung für eine Maskenpflicht ausgesprochen hatte (wir berichteten hier), lehnt die Gesamtelternvertretung eine solche Verpflichtung aktuell ab (hier mehr dazu).

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