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Mord an Samuel Yeboah hatte rechtsextremistischen Hintergrund

Bundesanwaltschaft ermittelt

Symbolfoto

Saarlouis. Im Fall der Ermordung des ghanaischen Asylbewerbers Samuel Yeboah im Jahre 1991 sind die Ermittlungen erneut aufgenommen worden. Neue Erkenntnisse der Ermittler haben ergeben, dass der Brandanschlag auf ein Saarlouiser Asylbewerberheim einen rechtsextremistischen Hintergrund hatte. Deshalb ermittelt nun die Bundesanwaltschaft.

Bereits ein Jahr nach dem Anschlag wurden damals die Ermittlungen 1992 eingestellt. Damals wurde zwar ein rechtsextremistischer Hintergrund nicht ausgeschlossen worden, jedoch wurde grundsätzlich in alle Richtungen ermittelt. Nach den neuen Erkenntnissen im Fall Yeboah wurde die Tat nun als „staatsschutzspezifisch“ und „von besonderer Bedeutung“ bewertet. Über die genauen Erkenntnisse, die zur Einstufung als rassistisch motivierte Tat führten, schweigt die Bundesanwaltschaft bislang.

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Vom Landespolizeipräsidium wurde bereits Anfang des Jahres eine 18-köpfige Sonderkommission (Soko „Welle“) gegründet, da es neue Hinweise zu dem Fall gab. Außerdem soll diese Soko auch mögliche Ermittlungsfehler suchen, die zu einer Verfahrenseinstellung geführt haben könnten.

Am 19. September 1991 wurde ein ehemaliges Hotel in Saarlouis von einem immer noch unbekannten Täter in Brand gesteckt worden. Dort waren insgesamt 19 Asylbewerber untergebracht. Neben dem damals 27-jährigen Yeboah, der an seinen schweren Verbrennungen erlag, wurden bei dem Anschlag zwei weitere Personen verletzt.

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