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Mehr als die Hälfte aller jungen Erwachsenen im Saarland wohnt noch im „Hotel Mama“

Bundesweit zweithöchster Anteil

Hotel Mama
Symbolfoto

Saarbrücken. Laut dem Statistischen Bundesamt wohnten im vergangenen Jahr im Saarland mehr als die Hälfte aller 20- bis 25-jährigen noch bei ihren Eltern. Damit liegt das Saarland im bundesweiten Schnitt auf dem zweiten Platz hinter Bayern. Bei den 25- bis 29-jährigen und 30- bis 39-jährigen liegt das Saarland im Vergleich der sechzehn Bundesländer sogar auf dem Spitzenplatz.

Bei dem Mikrozensus 2019 unter 5.000 saarländischen Haushalten kam heraus, dass noch 53,5 Prozent der 20- bis 25-jährigen noch im „Hotel Mama“ wohnen. Damit liegt das Saarland deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 47,2 Prozent. Nur in Bayern war der Anteil mit 54,5 Prozent höher.

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Zwar sinkt bei steigendem Alter der Anteil derer, die noch in der elterlichen Wohnstätte untergebracht sind, dennoch ist auch deren Anteil im Saarland recht hoch. Bei den 25- bis 29-jährigen Männern wohnt demnach noch knapp jeder dritte bei seinen Eltern, bei den 30- bis 39-jährigen waren es noch 11,5 Prozent. Bei beiden Werten liegt das Saarland mit deutlichem Abstand an der Spitze im bundesweiten Vergleich.

Allgemein konnte anhand der Auswertung sowohl ein Ost-West- als auch Stadt-Land-Gefälle festgestellt werden. So wurde beispielsweise im Stadtstaat Bremen die geringste Quote erzielt. Hier lebt weniger als ein Drittel der 20- bis 25-jährigen noch bei den Eltern. Auch in den anderen Stadtstaaten sowie in Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt ist die Quote nur geringfügig höher.

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Neben dem Saarland und Bayern wurden auch in anderen südlichen und eher ländlich geprägten Bundesländern hohe Zahlen bei der „Hotel-Mama-Quote“ erzielt. In Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz lebt ebenfalls mehr als jeder Zweite 20- bis 25-jährige noch bei den Eltern.

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