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R-Wert im Grand Est wird wieder als rot bewertet

Erhöhte Corona-Ausbreitung

Metz. In der französischen Region Grand Est liegt der sogenannte Reproduktionsfaktor (R-Wert) inzwischen wieder bei 1,75. Im Corona-Ampelsystem der französischen Behörden steht wird dieses Kriterium deshalb inzwischen wieder als rot bewertet.

Bei den anderen drei Kriterien des französischen Ampelsystems sieht es hingegen besser als: Die Bettenbelegung sei beispielsweise im grünen Bereich, weshalb in diesem Bereich keine weiteren Maßnahmen notwendig sind. Auch die anderen beiden Faktoren sind von den Behörden als grün bewertet worden.

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Dennoch warnen jetzt die Präfekturen im Grand Est, dass Vorsicht geboten sei. So wurde das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes sowie die Einhaltung des Mindestabstands empfohlen, besonders bei Feiern, bei denen sich Menschen näher kommen.

Gleichzeitig kritisiert der ehemalige Leiter der regionalen Gesundheitsbehörde ARS Christophe Lannelongue das zentralisierte Corona-Management der französischen Regierung. Es sei nicht auf die regionalen Belange eingegangen worden sein und den Behörden vor Ort sei wenig Vertrauen gezeigt worden. So habe die Regierung beispielsweise viel zu spät auf die Anfrage nach dringend benötigten Schutzmasken reagiert.

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Lannelongue kritisierte weiterhin, dass die regionalen Gesundheitsbehörden nicht auf eine Pandemie eingestellt waren, da in Paris der Fokus auf terroristische Aktivitäten gelegt worden wäre. Da Risiko einer Pandemie sei so aus den Augen verloren worden. Die Nachfolgerin des mitten in der Krise entlassenen Lannelongue, Marie-Ange Desailly-Chanson, sagte hingegen, dass sie keine Probleme gehabt habe ihre Anliegen in Paris vorzubringen.

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