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Schaden durch Coronahilfe-Betrüger größer als bislang bekannt

Etwa Dreiviertelmillion Euro Schaden

Symbolfoto

Saarbrücken. Offenbar kam es bei der Beantragung der Coronahilfen im Saarland zu deutlich mehr Betrugsfällen als bislang angenommen. Für die Steuerzahler liegt der Schaden schätzungsweise in Höhe von einer Dreiviertelmillion Euro. Derzeit seien laut Informationen des SR 138 Verfahren anhängig.

Bereits vor drei Wochen wurde ein Mann aus Saarbrücken vom Amtsgericht Saarbrücken zu einer Freiheitsstrafe ohne Bewährung von zwei Jahren und zwei Monaten verurteilt (wir berichteten hier). Seitens der Staatsanwaltschaft wurde nun Anklage in zwei weiteren Fällen erhoben.

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In einem der beiden Fälle kam es bereits zu einer Festnahme. Wegen Fluchtgefahr sitzt seit knapp zwei Wochen ein Deutscher mit Wohnsitz in Frankreich in Untersuchungshaft. Er habe im März und im April insgesamt 9.000 Euro Soforthilfe erhalten, obwohl er nicht in dem von ihm genannten Bereich tätig ist. Ihm soll in naher Zukunft der Prozess vor dem Landgericht gemacht werden.

Um Soforthilfen in Höhe von über 750.000 Euro geht es bei den insgesamt 138 Verfahren. Rund ein Fünftel der Summe, 153.000 Euro, konnte die Staatsanwaltschaft bereits sichern. Teilweise hatten Beschuldigte die Gelder freiwillig zurückgezahlt, jedoch kam es auch zur Pfändung einzelner Konten.

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In einem Großteil der Verfahren wurden die Ermittlungen durch Strafanzeigen des Wirtschaftsministeriums angestoßen. Aufgrund des Verdachts der Geldwäsche seitens der Banken wurden in mehr als fünfzig Fällen die Ermittlungen ins Rollen gebracht.

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