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Festnahmen nach Betrugsmasche an alleinstehenden Senioren

Über 350.000 Euro ergaunert

Symbolfoto

Saarbrücken. Bereits am vergangenen Montag (29.06.2020) vollstreckten Ermittler des Dezernats für Wirtschafts- und Vermögenskriminalität des Landespolizeipräsidiums Saarland (LPP) Haftbefehle gegen zwei Frauen, die in Verdacht stehen, in betrügerischer Art und Weise gewerbsmäßig und gemeinschaftlich ältere und alleinstehende Männer (überwiegend über 80 Jahre) aus dem Saarland und dem angrenzenden Rheinland-Pfalz um ihr Geld und Erspartes gebracht zu haben. Die beiden Frauen wurden nach Haftbefehlsverkündung durch den Ermittlungsrichter in die JVA Zweibrücken eingeliefert.

Nach dem bisherigen Erkenntnisstand nahmen eine 76-jährige Frau aus Homburg und deren 48-jährige Schwiegertochter aus Bexbach über Zeitungsinserate oder durch persönliches Ansprechen auf Friedhöfen, Krankenhäusern oder Cafés Kontakt zu den späteren Opfern (alleinstehende, ältere Männer) auf und erschlichen sich deren Vertrauen.

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Anschließend täuschten sie den Männern gegenüber finanzielle Notlagen vor oder zeigten Bereitschaft, eine längere Beziehung mit ihnen einzugehen oder sich gar pflegerisch um sie zu kümmern. In dem Glauben auf Rückzahlung, waren die Opfer bereit, größere Geldsummen an die Frauen zu übergeben. Den Frauen reichte es nicht aus, nur an das Ersparte zu kommen, teilweise veranlassten sie die Männer sogar dazu, sich extra Darlehen aufzunehmen.

Die derzeitige vorläufige Schadenssumme beläuft sich bei bislang sechs Geschädigten auf mindestens 356.000 Euro. Die umfassenden Ermittlungen der speziell hierfür beim Dezernat für Wirtschaftskriminalität eingerichteten Ermittlungsgruppe „Romanze“ dauern derzeit noch an.

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