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Ganzheitlicher Mediziner zu Zahlung von 280.000 Euro verurteilt

Verfahren eingestellt

Symbolfoto

Wadgassen. Das Verfahren gegen einen Wadgasser Arzt wegen gewerbsmäßigen Betruges wurde von der Staatsanwaltschaft eingestellt. Der 55-jährige wurde bereits im Jahre 2018 angeklagt, da er jahrelang Privatpatienten, deren Versicherungen sowie die Beihilfestellen der Beamten betrogen haben soll.

Obwohl das Verfahren gegen den Mediziner eingestellt wurde und ihm deshalb keine strafrechtlichen Konsequenzen drohen, wurde er einer Zahlung von 280.000 Euro verurteilt. Diese muss er nun innerhalb der nächsten sechs Monate zahlen. Hiervon soll die Hälfte an die geschädigten Versicherungen gehen, die andere Hälfte geht zu unterschiedlichen Teilen an sechs gemeinnützige Vereine, wie beispielsweise den Verein für Bewährungshilfe.

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Der Mediziner hatte sich in seiner Privatpraxis in Wadgassen auf sogenannte ganzheitliche Medizin fokussiert. So soll er beispielsweise seinen Patienten Goldimplantate eingesetzt haben und körpereigene Schwingungen gemessen haben. Diese Leistungen, deren medizinischer Nutzen in Frage steht, hatte er in mehr als 5.000 Fällen umdeklariert und beispielsweise als Ultraschall oder Blutentnahme abgerechnet. Die manipulierten Rechnungen wurde anschließend unwissend von etwa 400 Patienten bei den Krankenkassen oder der Beihilfe eingereicht.

Derzeit ist noch offen, ob der Mediziner seine Praxis weiter betreiben kann. Seine Approbation werde derzeit durch die zuständige Behörde geprüft. Warum es zu der vorläufigen Verfahrenseinstellung kam, ist nicht klar, jedoch spielen vermutlich prozessökonomische Gründe eine Rolle.

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