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Stellenabbau bei Nemak in Dillingen geplant

250 Stellen in Gefahr

Quelle: dillingen-saar.de

Dillingen. Der Automobilhersteller Nemak in Dillingen plant den Abbau von 250 Stellen. Als Grund nennt die Geschäftsleitung massive Absatzeinbrüche, die selbst mit Kurzarbeit nicht abgefangen werden können.

So wird in diesem Jahr mit einem Absatz von etwa einer Millionen Motorblöcken gerechnet, während normalerweise 1,7 Millionen das Werk verlassen. Diese geringe Auslastung der Maschinen gepaart mit Minderbeschäftigung seien mittels Kurzarbeit, die bereits seit vier Monaten im Werk gefahren wird, nicht mehr auszugleichen, so der Geschäftsführer Marcus Speicher gegenüber der „SZ“.

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Auch geht Speicher nicht davon aus, dass je wieder die Produktionszahlen von früher wieder erreicht werden können. Er sieht den Verbrennungsmotor in Deutschland als „politisch gebrandmarkt“ an. Zwar produziert Nemak auch Teile für Elektroautos, jedoch könne diese Fertigung nicht den Absatzrückgang bei den Motorblöcken abfedern.

Die Branchengewerkschaft IG Metall in Völklingen widersprach der Einschätzung, dass Kurzarbeit nicht ausreiche um den Standort zu erhalten. Sowohl die Gewerkschaft als auch die Belegschaft von Nemak zeigten sich überrascht angesichts des geplanten Stellenabbaus.

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Der Dillinger Bürgermeister Franz-Josef Berg (CDU) bedauert den angekündigten Stellenabbau und hofft, dass die Geschäftsleitung zusammen mit dem Betriebsrat und der Gewerkschaft eine sozialverträgliche Lösung finden, „damit niemand ins Bodenlose“ falle.

Bei Nemak in Dillingen sind derzeit noch rund 1.000 Menschen angestellt. Bereits vor einem Jahr war ein Stellenabbau von 150 Arbeitsplätzen im Gespräch, letztlich wurde diese Zahl auf 60 reduziert, davon 15 betriebsbedingte Kündigungen.

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