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Große Unzufriedenheit bei saarländischen Polizisten

Mitgliederbefragung der GdP

Symbolfoto

Saarbrücken. Nach einer Mitgliederbefragung der Gewerkschaft der Polizei (GdP) sind nur noch etwa die Hälfte der Polizisten im Saarland mit ihrem Job einverstanden. Dies steht vor dem Hintergrund der Polizeireform, die 2010 begonnen wurde.

Seitdem wurden knapp 300 Stellen abgebaut, wobei ein Teil des Abbaus durch eine neue Organisationsstruktur abgefedert werden sollte. Bereits vor fünf Jahren wurde eine vergleichbare Mitgliederbefragung durchgeführt um die Stimmung unter den rund 2.500 saarländischen Polizeibeamten zu untersuchen. Etwa 1.000 Gewerkschaftsmitglieder haben sich diesmal an der Befragung beteiligt.

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Im Vergleich zu vor fünf Jahren hat sich die Situation merklich verschlechtert. Demnach sind nur noch die Hälfte der Polizeibeamten mit ihrem Job einverstanden, die Studie nennt dies einen „hochsignifikaten Rückgang„. Zwar wurde der Kontakt zu den Kollegen sowie das Arbeitsklima größtenteils als gut beschrieben, jedoch sei die Arbeitsbelastung weiter gestiegen.

Etwa drei Viertel der Polizeibeamten sagten in der Befragung, dass sie überlastet seien. Gleichzeitig sagten aber auch mehr Beamte als noch vor fünf Jahren, dass sie sich unterfordert fühlten. Dies kann ein mögliches Indiz darauf sein, dass bei der derzeitigen Personallage die aktuelle Arbeitsaufteilung nicht funktioniere.

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Diese Unzufriedenheit macht sich bereits bemerkbar: Demnach überlegt etwa die Hälfte der Befragten, ob sie nicht zur Bundespolizei, in ein anderes Bundesland oder sogar in die Privatwirtschaft wechseln sollen. Wenn sie heute erneut ihren Beruf wählen würden, gaben 38 Prozent der Befragten an, sich nicht wieder für den Beruf des Polizisten zu entscheiden. Die Studie warnt davor, dass man dabei sei, den Großteil der Beschäftigten bei der Polizei im Saarland zu verlieren.

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