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IG Bau warnt vor verschwendeter Lebenszeit im Auto

Berufsstarter überlegen dreimal

Quelle: IG Bau

Neunkirchen. Morgens sitzen Sie um sechs im Auto und sind oft erst abends um acht zu Hause: Beispielsweise im Landkreis Neunkirchen nehmen ein Großteil der rund 2200 Bauarbeiter enorme Pendelstrecken in Kauf. Darauf weist die Gewerkschaft IG Bau hin. Sie bekommen nicht einmal die Fahrerei bezahlt.

„Bauarbeiter zählen zu den Rekord-Pendlern in der Region. Um zur Baustelle zu kommen, haben sie nicht nur besonders weite Wege. Die Einsatzorte ändern sich auch ständig. Darunter leiden Familie, Freunde und Freizeit“, so Marc Steile, Bezirksvorsitzender der IG Bau Saar-Trier. Die Gewerkschaft fordert in der laufenden Tarifrunde eine Entschädigung am Bau, die am 25. Juni in Wiesbaden fortgesetzt wird.

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Durch eine aktuelle Untersuchung des Pestel-Institus, fand man heraus, dass Bauarbeiter in Deutschland im Schnitt 64 Kilometer für die einfache Strecke zur Arbeit zurücklegen. In der repräsentativen Umfrage gab unter 4800 Bau-Beschäftigten jeder Vierte an, mehr als eine Stunde zur Einsatzstelle unterwegs zu sein – plus der Rückfahrt. Zum Vergleich betrifft das unter allen Arbeitnehmer/Arbeitnehmerinnen nur fünf Prozent.

Es wird von „verlorener Lebenszeit“ gesprochen, so der IG-Bau Bezirkschef Marc Steilen. Er fordert die Baufirmen dazu auf, den Einsatz ihrer Mitarbeit zu erkennen. „Mobiles Arbeiten gehört natürlich zum Bau dazu. Es wird immer woanders gebaut. Aber dann müssen Bauarbeiter für die Fahrerei immerhin eine Entschädigung bekommen-entweder durch Zeit oder Geld-Guthaben“, so der Gewerkschafter. Die Bauwirtschaft könne damit einen wichtigen Beitrag gegen den Fachkräftemangel leisten. „Berufsstarter überlegen dreimal, ob sie in einer Branche anfangen, in der sie mehr Zeit im Bulli als zu Hause verbringen.“

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