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Rassismus bei der Polizei: Bouillon weist Vorwurf von Esken zurück

Äußerungen "vollkommen inakzeptabel"

Quelle: saarland.de

Saarbrücken. Der saarländische Innenminister Klaus Boullion (CDU) hat in einer Pressemitteilung Stellung bezogen zu den Äußerungen der SPD-Vorsitzenden Saskia Esken zu Rassismus bei der Polizei:

„Die getätigten Äußerungen bzgl. eines ‚latenten Rassismus‘ in den Reihen der Sicherheitskräfte‘ sind vollkommen inakzeptabel. Gerade bei den vielfältigen Herausforderungen in der heutigen Zeit gilt es, unseren Polizistinnen und Polizisten den Rücken zu stärken.

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Das heißt natürlich nicht, dass Verfehlungen ignoriert werden – hier wird natürlich direkt aufgeklärt und konsequent bestraft. Aber: Von einem latenten Rassismus in unsere Polizei zu sprechen, verurteile ich aufs Schärfste. Ich vertraue unserer Polizei und stehe unseren Polizistinnen und Polizisten in Deutschland und im Saarland zur Seite. Wer unsere Polizei unter Generalverdacht stellt, beleidigt unsere Demokratie und unseren Rechtsstaat!“

In einem Interview mit den Zeitungen der Funke Mediengruppe sagte Esken vor dem Hintergrund der Proteste gegen Polizeigewalt und Rassismus in den USA, dass es in Deutschland ebenfalls „latenten Rassismus in den Reihen der Sicherheitskräfte“ gebe. Zur Aufarbeitung forderte Esken eine unabhängige Beschwerdestelle.

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Auch Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) kritisierte die Aussagen Eskens. Der Vorwurf eines latenten Rassismus bei der deutschen Polizei stoße bei Seehofer „auf absolutes Unverständnis„. Man gehe jedem Einzelfall nach. Für Rassismus gelte bei der Polizei null Toleranz.

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