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Covid-19-Tests für Kita-Personal gefordert

Kritik von Gewerkschaften

Symbolfoto

Saarbrücken. Seit gestern dürfen wieder deutlich mehr Kinder die saarländischen Kitas besuchen als dies zuvor im Rahmen der Notbetreuung der vergangenen Wochen möglich war. Doch viele Erzieher machen sich auch Sorgen, weil sie zur Risikogruppe gehören. Schätzungen gehen hierbei von bis zu einem Drittel der Belegschaft, die besonders gefährdet ist, aus.

„Die Erzieher*innen fühlen sich von der Politik im Stich gelassen,“ so Birgit Jenni, Landesvorsitzende der GEW. „Es ist unverständlich, wie in den Kitas in einen Regelbetrieb auch mit Einschränkungen übergegangen werden soll, ohne für den ausreichenden Arbeits- und Gesundheitsschutz der Beschäftigten und ihrer Familien, und damit auch für die Kinder und deren Familien zu sorgen.“

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Sowohl die Gewerkschaft Verdi als auch die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) kritisieren, dass die Hygienevorgaben unrealistisch seien und mit dem Personal fahrlässig umgegangen werde. Denn bislang liegt kein Testkonzept für die sozialpädagogischen Fachkräfte in Kitas vor.

„Ausgerechnet bei der Berufsgruppe, die sich weder durch Wahrung der Abstandsregeln noch durch Schutzkleidung wirklich schützen kann, gibt es keinen Musterhygieneplan, noch festgelegte Testverfahren,“ so Birgit Jenni, Landesvorsitzende der GEW. „Dort, wo weder die üblichen Hygiene- noch Sicherheitsregeln eingehalten werden können (Kinder im Alter unter drei – bis sechs Jahren), wird nicht getestet. Das muss sich dringend ändern.“

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Weiter fordert die GEW Saarland, dass die Covid-19-Tests keine Frage der Finanzierung sein darf. Sie lehnt zusätzliche Kosten für die Kita-Träger ab. Auch werde ein landesweit einheitlicher und verbindlicher Musterhygieneplan für die saarländischen Kitas, wie es ihn beispielsweise in Schulen bereits gibt, vermisst.

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