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Neunkirchen: Schließung des Diakonie-Klinikums wird vom Träger geprüft

Verdi ist alarmiert

Symbolfoto

Neunkirchen. Droht dem Diakonie-Klinikum in Neunkirchen das Aus? Aufgrund hoher finanzieller Defizite prüfte die Kreuznacher Diakonie nach SR-Informationen derzeit verschiedene Optionen, die vom Teilneubau bis hin zur vollständigen Schließung des Klinikums reichen.

Bislang sei noch keine Entscheidung gefällt, jedoch ist sich der Träger sicher, dass der bisherige Status Quo nicht beibehalten werden könne, heißt es in einem Schreiben des Krankenhausdirektors und des Vorstandes „Krankenhäuser und Hospize“ an die Mitarbeiter. Da die Zukunft des Standortes unklar ist, wolle man derzeit auf Neueinstellungen möglichst verzichten.

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Die Gewerkschaft Verdi ist alarmiert und verlangt ein Handeln der Politik. Der Pflegebeauftragte der Gewerkschaft, Michael Quetting, fordert die Stadt Neunkirchen auf, wieder selbst Träger des Klinikums zu werden. Auch der 1. Vorsitzende der Freien Wähler Neunkirchen, Brandon Lee Posse, spricht sich dafür aus, dass das Krankenhaus wieder in öffentliche Hand gelangt um eine Schließung zu Vermeiden.

Das saarländische Gesundheitsministerium stehe nach eigenen Angaben seit einigen Monaten im engen Austausch mit dem Krankenhausträger. Das Ministerium betont, dass seitens der Kreuznacher Diakonie bis Mai kein vollständiges Medizinkonzept vorgelegt wurde, erst nach mehrfacher Aufforderung sei man dem nachgekommen. Auch sei seit Monaten kein Antrag auf Förderung aus dem Strukturfond gestellt worden.

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In einer Pressemitteilung sagten Ministerin Monika Bachmann und Staatssekretär Stephan Kolling (beide CDU): „Wir fordern den Träger auf, uns einen Plan aufzuzeigen, was er zukünftig vorhat, auch am Standort Saarbrücken. Darüber hinaus muss geklärt sein, wie die Ko-Finanzierung gestemmt wird, um die finanziellen Mittel abrufen zu können. Dazu wollen wir den bereits seit Wochen festgesetzten Termin Ende Juni nutzen.“

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