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Stellenstreichungen bei ZF: Rehlinger fordert maximale Nutzung von Kurzarbeit

Tausende Jobs in Gefahr

Quelle: zf.com

Saarbrücken/Neunkirchen. Nachdem bekannt wurde, dass der Automobilzulieferer ZF tausende Stellen streichen will (wir berichteten hier), meldet sich die saarländische Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger zu Wort. Sie fordert die Konzernleitung auf zusammen mit den Beschäftigten „gemeinsam und auf Augenhöhe“ einen Krisenplan auszuarbeiten.

Um Arbeitsplatzverluste zu vermeiden fordert Rehlinger, dass zunächst Kurzarbeit maximal genutzt werden solle. Stellenstreichungen dürfe laut Rehlinger erst die allerletzte Wahl sein. Sie geht davon aus, dass die Debatte um ZF noch länger andauern wird. Gleichzeitig betonte sie, dass ZF eine gute Position auf dem Markt besitze, insbesondere am Standort Saarbrücken.

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Die ZF-Betriebsräte hatten von den Stellenstreichungen erst kurz vor der Ankündigung des Vorstandsvorsitzenden erfahren. Als Möglichkeit zur Vermeidung von betriebsbedingten Kündigungen wurde ZF-intern der Verzicht auf Zuschläge, Altersteilzeit, Vorruhestand und verkürzte Arbeitszeiten genannt.

Standortvereinbarungen für die Werke in Saarbrücken und Neunkirchen sind noch bis Ende 2022 gültig. Diese schließt betriebsbedingte Kündigungen aus. Die Verhandlungen für die Zeit danach sind bereits begonnen worden. Ziel der Verhandlungen sei es, Zukunftprojekte an die Standorte zu bringen, wie beispielsweise das 8-Gang-Hybrid-Getriebe, dass ab 2022 in Saarbrücken gefertigt werden soll.

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