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Saarbrücken: Kriminologische Regionalanalyse geplant

Reaktion auf die Kriminalitätszahlen

Symbolfoto

Saarbrücken. Mit Veröffentlichung der polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für 2019 hatte Innenminister Klaus Bouillon von einer Überprüfung des Optimierungsbedarfs gesprochen (wir hatten hier berichtet). Nun will das Innenministerium diesen Worten auch Taten folgen lassen, denn seitens des Ministeriums ist nun eine sicherheitspolitische und kriminologische Regionalanalyse geplant.

Aus der Analysen sollen „zielgenaue“ Maßnahmen zur Kriminalitätsbekämpfung erarbeitet werden, denn insbesondere in der Landeshauptstadt gibt es in diesem Bereich Probleme. Saarbrücken liegt im Vergleich von 81 deutschen Großstädten auf dem vierten Platz bei registrierten Straftaten pro 100.000 Einwohnern, nur in Frankfurt, Berlin und Hannover gibt es bezogen auf die Einwohnerzahl mehr Delikte.

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Das saarländische Innenministerium erklärt diese erschreckende Statistik mit der besonderen Rolle der Saar-Metropole in der Großregion. Denn: nur 40 Prozent der begangenen Straftaten in der Landeshauptstadt seien von nicht in Saarbrücken lebenden Personen verübt worden. Die Stadt sei für Besucher aus Frankreich, Luxemburg und Rheinland-Pfalz besonders attraktiv aufgrund der großen Anzahl an Bordellen, Gastronomiebetrieben, Spielotheken und Shisha-Bars.

Weiterhin werden verstärkte Kontrollen als Grund für die hohe Anzahl an entdeckten Straftaten genannt. Im Bereich der Drogen- und Straßenkriminalität konnte beispielsweise ein Anstieg von gut zehn Prozent festgestellt werden, der der neuen Aufklärungseinheit FASt (Fahndungs- und Aufklärungseinheit Straßenkriminalität) zugesprochen wird.

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