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Mietprellerei weiterhin großes Problem für saarländische Vermieter

Knapp 600 Räumungsaufträge in 2019

Symbolfoto

Saarbrücken. Seit Jahren bereiten Mietpreller im Saarland Hausbesitzern massive Sorgen. Allein im vergangenen Jahr mussten Gerichtsvollzieher knapp 600 Mal losziehen um Wohnungen zu räumen. Opfer von Mietprellern berichten teilweise von Schäden im hohen fünfstelligen Bereich.

Dem „SR“ sagte der Vorsitzende des Eigentümerverbands Hans&Grund Saarland, Norbert Behle, dass Mietausfälle wegen Mietprellern auch im Saarland keine Seltenheit seien. Für private Vermieter kann das existenzbedrohend sein. Behle berichtet von Vermietern, die aufgrund von negativen Erlebnissen in diesem Zusammenhang, bereits die Motivation zum Vermieten verloren hätten. Denn die Auseinandersetzung mit Mietprellern sei mit oder ohne Gerichtsverfahren eine enorme Belastung für Vermieter.

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Sollte es nicht zu einer Einigung mit dem Mieter kommen, haben Vermieter nur noch eine Räumungsklage als Option. Bei Erfolg erhält ein Gerichtsvollzieher den Räumungsauftrag, mit welchem die Mietpreller der Wohnung verwiesen werden können.

Zwar liegt die Zahl der Räumungsaufträge bezogen auf 100.000 Einwohner unterhalb des Bundesdurchschnitts, jedoch hat dies der hohen Quote der Eigenheimbesitzer im Saarland zu tun. Durchschnittlich gibt es saarlandweit einfach weniger Mieter als in der restlichen Bundesrepublik. Mit 595 Räumungsauftragen in 2019 liegt die Zahl ungefähr auf dem Wert der Vorjahre.

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