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Kontrollen in saarländischen Schlachthöfen: Kaum Beanstandungen

Lage in Unterkünften unklar

Symbolfoto

Saarbrücken. Bei Kontrollen in Schlachtbetrieben schneiden saarländische Betriebe nach Angaben des saarländischen Verbraucherschutzministeriums gut ab. Es gab kaum Beanstandungen aufgrund von Hygiene- oder Arbeitsschutzverstößen.

In der vergangenen Woche wurden 17 fleischverarbeitende Betriebe im Saarland kontrolliert. Hierbei kam es laut Staatssekretär Sebastian Thul (SPD) nur zu einer Beanstandung aufgrund von mangelnder Hygiene. Aufgrund bereits hohen Sicherheitsstandards in der saarländischen Fleischindustrie sei man gut vorbereitet gewesen auf die Corona-Krise, weshalb keine strengeren Arbeits- und Hygienemaßnahmen zu Beginn der Krise eingeführt werden mussten.

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Thul betonte, dass die Situation in der saarländischen Fleischindustrie nicht zu vergleichen sei mit beispielsweise Nordrhein-Westfalen oder Baden-Württemberg. Er verwies darauf, dass es im Saarland anstelle von wenigen, großen Schlachthöfen eher viele mittelständische Unternehmen und Familienbetriebe gebe. Weiterhin werde in saarländischen Schlachthöfen weniger auf Leiharbeiter und Werksverträge gesetzt. Laut Thul gebe es vergleichbares „nur in durchaus begrenzter und überschaubarer Art“.

Unklar ist derzeit jedoch die Frage der Unterbringung der Beschäftigten. Da das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz (LUA) nur die Betriebsstätten und Schlafstätten auf dem Betriebgelände kontrollieren darf, sind private Unterbringungen außerhalb des Betriebs ein toter Winkel für die Behörde. Man benötige hierfür Unterstützung von den zuständigen Gesundheitsämtern und den Landkreisen.

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Aufgrund der bundesweiten Kritik an den Zuständen in deutschen Fleischfabriken fordern Grüne und CSU eine Erhöhung des Fleischpreises. Hiermit erhoffen sie sich eine Erhöhung der Standards in der Branche. Mehr dazu hier.

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